Schlafstörungen, Nieren und Säure-Basen-Haushalt

Es gibt die verschiedensten Schlafstörungen: Einschlafstörungen, häufig streßbedingt, und Durchschlafstörungen, hier besonders das frühe Erwachen.

Dieses läßt mich an die "Organuhr" denken:

Wenn jemand immer so um drei bis halb vier Uhr nachts aufwacht, dann ist das in die Maximalzeit für die Leber und die Zeit der minimalen Aktivität der Niere einzuordnen.

Vielleicht ist ein Aufwachen so in diesem Zeitrahmen bedingt dadurch, dass die Säureausscheidung durch die Niere zurückgeht und dadurch der Säuregehalt im Blut ansteigt. Im Hirn kann ein gesteigerter Säuregehalt im Blut einen Alarmreflex auslösen.

Abhilfe hier: Reichliche Alkali-Zufuhr am Abend, damit die Niere viel Alkali einsetzen kann, um Säure auszuscheiden.

Auch die Leber spielt in diesem Prozess eine Rolle. Sie stellt (mit Maximalzeit nachts um drei Uhr) u.a. Harnstoff her, der von der Niere problemlos ausgeschieden werden kann. Wenn sie dafür genügend alkalisches Bicarbonat zur Verfügung hat. Hat sie das nicht, weil der Säuregehalt im Blut ansteigt, dann stellt sie ersatzweise Glutaminsäure her, die von der Niere in Ammonium umgewandelt und ausgeschieden wird.

So weit die Fakts.

Man kann nur spekulieren, was nachts um drei bis vier Uhr dann zum Aufwachen führt: Es kommt viel Glutminsäure bei der Niere an, die Ammoniumproduktion wird angekurbelt (sie läuft besonders effektiv bei niedrigem pH).
Dieses wiederum könnte zur Folge haben, dass Glutaminsäure für das Gehirn fehlt:

Glutamin ist diejenige Aminosäure, die im menschlichen Körper die höchsten Anteile hat und die wichtigste nicht essentielle Quelle für Stickstoff. Glutamin ist die Vorläufersubstanz von GABS, der Gamma-Aminobuttersäure. Diese ist ein Neurotransmitter im Gehirn, der auf die Nervenbahnen beruhigend und besänftigend wirkt. Bekannte Beruhigungs- bzw. Schlafmittel wie Valium und Benzodiazepine entfalten ihre Wirkung, indem sie GABS im Gehirn anregen. Von allen Aminosäuren hat Glutamin die höchste Konzentration im Blut und in den Muskelgeweben.

Quelle

Es sollte sich bitte niemand durch die Wichtigkeit von Glutaminsäure im Körper dazu anregen lassen, sie zusätzlich zu schlucken. Siehe dazu diese Warnung.

Daher mein Ratschlag: Nieren entlasten durch wenig Kochsalz und Eiweiß. Sehr viel mehr grünes Gemüse essen, damit die Niere genügend Alkalien zur Verfügung hat.

Entlasten von Leber und Niere durch Verzicht auf ALLE Medikamente und Chemikalien, wie z.B. Lebensmittelzusatzstoffe.

Da die Schlafstörung in Form von zu frühem Erwachen auch als ein Anzeichen für eine Depression gilt: Als antidepressive Behandlung: Raus an die Sonne, prall vollgefüllte Tage, geeignete Ernährung und vielleicht zur Förderung des Schlafes Melatonin oder Johanniskraut in hoher Dosierung. Schlafprobleme zermürben und könnten die einfachste Ursache für Depressionen darstellen.

Und dann wäre an die Exorphine Gluten und Kasein zu denken, die vielfach große Auswirkungen auf die Psyche haben.



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