Nicht unbedingt empfehlenswerte Gesundheits-Strategien:



Neues aus Foren im November '14, Lesen o.k. Ernstnehmen nur bedingt o.k.

Low Carb Diäten und ihre Auswirkungen auf Nieren und Blase

MSM empfehlenswert bei chronischen Blaseninfektionen / -entzündungen?

Parasitosen, vulgo Würmer als Ursache für chronische Blasenentzündungen?

Borreliose Ursache für chronische Blasenentzündungen?

Ist die Selbstbehandlung mit Meerrettich wirklich empfehlenswert?

Die "gesunden" Milchsäurebakterien?

Vitamin-C Hochdosis-Therapie

Kakao hilfreich für ICler und Blasengeplagte?

Alka Seltzer hilfreich für ICler und Blasengeplagte?

Ketzerische Kommentare zu Homöopathie und anderem Hokuspokus




Neues aus Foren im November '14, speziell die Frage: Gibt es von der IC Geheilte?


Hier unterhalten sich zwei Personen, bei denen die "Diagnose" "IC" im Raum steht.

Beide haben "Reizdarm". Ob man da nicht gut dran täte, mal in Richtung Nahrungsmittelunverträglichkeit/Allergie zu denken?


Hier sagt eine Betroffene, bei Blasenentzündungen nähme sie "nehme [ich] relativ viel Vitamin C-Pulver zu [sich], (Tipp von einem Hausarzt)."

Kein Hinweis von Usern oder Moderatoren auf die Threads, in denen ausführlichst erörtert wurde, warum das nicht hilft.
Empfehlung: Angocin oder Nosoden gegen E.coli. Warum nur kommt einem der Gedanke an Werbetreibende?


Hier stellt jemand die hochinteressante Frage:
"seht ihr einen Zusammenhang zwischen meiner Histaminintoleranz,chronische Verstopfung und der Blasenentzuendung?"

Kein Hinweis darauf, dass eine Histamin-Problematik auf eine Allergie-/Unverträglichkeitsproblematik hinweist. Nur eine Erörterung Estriol/Estradiol. Keine gute Hilfestellung. Wiederum kommt der Gedanke an Werbetreibende hoch.


In diesem sehr umfangreichen Thread findet man unter anderem die Beiträge von Wildaster, die eine IC-Diagnose hatte und durch Vermeiden von Unverträglichem ihre Beschwerden losgeworden ist.


Man findet hier auch diese Anmerkung einer Userin:
"Wegen dem Candida: eine ganz neue Information für mich war, dass das Fett aus der Ernährung raussoll. (max. 10% Fett)
Weil das Fett hält den Zucker im Blut und macht es schwerer für ihn in die Zellen zu kommen. Und dann kommt der Candida und frißt das alles auf und wird stark."
Diese sollte nicht unkommentiert bleiben, denn diese Information ist nicht brauchbar.

  • 1. Das Fett bewirkt nur, dass der Inhalt des Verdauungstrakts langsamer ins Blut übergeht, also die Blutzucker-Spitzen nicht so steile Ausschläge zeigen.
  • 2. Candida lebt von Zucker, also kann man Candida kurzhalten, im Verdauungstrakt, indem man weniger Zucker/Stärke konsumiert. Logischerweise muss man dann, um satt zu werden, mehr Eiweiss oder Fett essen. Eiweiss wird auch zu Zucker umgebaut, wenn das Gehirn Zucker braucht. Nur Fett nicht. Daran zu sparen, ist also nicht unbedingt die geeignete Strategie, Candida zu begrenzen.
  • 3. Zucker geht in die Zellen mit Hilfe von Insulin und KALIUM. Man könnte vermuten, dass viele Zustände, wo die Zellen den Zucker nicht aufnehmen (=der Blutzuckerspiegel bleibt zu hoch, trotz genügend Insulin, "Insulinresistenz") vielleicht eher Kalium-Mangelzustände sind. Zumindest könnte man mal in die Richtung denken und probeweise den Kaliumanteil in der Ernährung erhöhen/den Anteil an Salz und allen anderen Zusatzstoffen senken.

  • Hier fragt jemand, ob es Geheilte der IC gäbe.

    Kein Hinweis auf diesen und diesen Thread und die Beiträge von Wildaster darin.



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    Low Carb Diäten und ihre Auswirkungen auf Nieren und Blase

    Von einem 52 jährigen Mann erreichte uns folgender interessante Bericht über die übersäuernde Wirkung von low carb Diäten. Er weist zudem auf eine interessante Fundstelle zur Rolle von Kalium hin, eine von wenigen. Die von Google werbegesteuert zur Verfügung gestellten Search-Listen wirken mit am "Verstecken" der wichtigen Rolle von Kalium für die Nierengesundheit.


    Er weist auf folgende Fundstelle hin und schreibt dazu:


    Erstaunlich [ist] wirklich der Fakt, dass ich den Text erstmals vor über einem Jahr fand. Es gab ihn damals an 3-4 Stellen, auch als PDF.
    Ich suchte ihn dann vor ein paar Wochen und weil ich ihn nicht gleich fand ,recherchierte ich wieder und alle weiteren Fundstellen bis auf diese eine waren nicht mehr existent...
    Vor Kalium wird ja immer "gewarnt" ;-) oder das Bananen-Märchen (viel Kalium) erzählt. Ich habe die Kaliumpräparate sehr schlecht vertragen (Magen) und mich dann mit dem Thema umfangreich befasst. Heute geht es mir viel besser, ich habe es "natürlich" wieder aufgebaut:
    Kartoffelchips (bis zu 1.200 mg/100g.) am besten nur gesalzene, keine mit Paprika und Geschmacksverstärker, Nüsse aller Art (bis 900 mg/100 g.), Gemüsesaft, Trockenobst, Obstsäfte usw. sind die echten Kaliumbomben. Bananen haben ja "nur" um 400/500 mg/100g.
    Ich habe immer viel LowCarb gemacht (wegen Dünndarmfehlbesiedlung) und gewohnheitsmäßig noch viel gesalzen (nur problematisch bei zu wenig Kalium, da Salz/Kalium = Gegenspieler!). Das LowCarb + viel Salz + wenig Obst/Gemüse hatten mir über die Zeit enorm viel Kalium aus dem Körper rausgezogen. Im KH wurde ein großer Kaliummangel gemessen im Blutbild.
    Hochdruck, Tachykardie und Dehydration waren die Folgen. Nun schaue ich auf 3-5g. Kalium/Tag, was viel gebracht hat. Auch merke ich das ich nun einen viel besseren Flüssigkeitshaushallt habe. Das Kalium alleine in entspr. Dosis ist blutdrucksenkend.
    Die "1-2g. / Kalium" Empfehlung/Tag sind m.M. nach der pure Witz. Früher lebten viele Menschen fast nur von Kartoffeln und Gemüse...ähnlich den Indianern im dieser Info. Das ist ein interessanter Faktor.


    Das deckt sich zu 100% mit persönlichen Erfahrungen meinerseits.
    Die veröffentlichte Meinung in Sachen Ernährung sorgt dafür, dass jemand, der Kartoffelprodukte anderen Kohlehydratträgern STETS vorzieht, wegen des Kaliums, sich allerhand anhören muss von Arcrylamid bis Fett und ihren negativen Auswirkungen.
    Die gleichen Pediger stehen auf Nudeln und Milchprodukte, die vermeintlich "gesunden" Alternativen.

    Zur Folge von Low Carb Diäten finde ich folgende Ansicht bedenkenswert:

    Wie man sich mit LCHF die Knie ruiniert

    Interessant auch:
    Brauche ich zusätzlich Kalium?

    Offenbar keine beliebte Frage. ;-) Die Kunden könnten zu gesund werden... ;-)




    MSM empfehlenswert bei chronischen Blaseninfektionen / -entzündungen?

    Zitrone sagt dazu am 23.4.14

    So, ich hatte wieder eine fette Infektion und diesmal hat Propolis nichts mehr ausgerichtet. Der Grund, warum mir MSM nicht bekommt, ist mir jetzt auch klar. Er macht "sauer". Der PH Wert meines Urins war danach völlig im Keller. Er ist auch tagsüber kaum auf 5 (!) hoch gegangen. Bei mir äussert sich die zusätzliche Säure auch sofort in Altersflecken, Akne, etc.
    Also ist jetzt erstmal wieder basische Ernährung angesagt, Basenpulver, etc. Dazu nehme ich als Soforthilfe Aqualibra.

    hier zu finden.

    Was ist davon zu halten?

    Eine ausgezeichnete Beobachtung, die theoretisch vor dem Hintergrund der Nierenphysiologie auch GENAUSO zu erwarten ist. Schwefel erfordert zu seiner Ausscheidung basische Kationen wie Kalium, Calcium und Magnesium, genauso wie das Chlorid aus zu viel zugeführtem Kochsalz und der Schwefel der Aminosäuren aus zugeführtem Nahrungseiweiß.
    Stoffe zuzuführen, die zu ihrer Ausscheidung das ohnehin schon knappe Kalium verschwenden, ist NIE eine förderliche Gesundheitsstrategie, die Beobachtung von Zitrone belegt eindrücklich die von der Schulmedizin negierte "Übersäuerung". Um die für gegeben zu halten, muß man nicht in esoterisches Heilpraktikerdenken verfallen, Kenntnisse der Nierenfunktionen reichen aus.
    Schwefel ist außerdem ein häufiges Allergen, das für die Patienten mit chronischen Blasenentzündungen, die überwiegend Allergiker sein dürften, die Situation mit Sicherheit verschlechtert.

    Besser vermeiden!

    Weiterhin ist zu raten, nicht mit Basenpulvern auf Basis von Natrium-Bicarbonat zu operieren, sondern vor allem die Kaliumaufnahme zu erhöhen. Eine interessante Sichtweise zur Kaliumproblematik auch hier:
    Augenscheinlich eine sprachlich etwas ungeschickte Übersetzung aus dem Englischen, aber durchaus überdenkenswert.
    Die Wasseraufbereitung dürfte ins Esoterische gehen, eher nicht... ;-)


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    ALKA SELTZER bei Blasenentzündungen?

    linele sagt dazu am 7.10.09

    ALKA SELZER
    Hab ich in einem wissenschf. Artikel gelesen: durch die basische Wirkung soll es die Bakterien in ihrem Wuchs hemmen und das enthaltenen Schmerzmittel ist wohl besonders bei BE geeignet.

    hier zu finden.

    Was ist davon zu halten?

    Auch andere berichten positiv:

    hier z.B.

    Sehr interessant dieser Bericht über die Behandlungsweise von Harnwegsinfekten durch ihre Mutter von Lynn, am 9.11.07 :

    I do remember that as a child, I would get frequent UTI's and my mother would always give me a teaspoon of baking soda in a glass of water, and it worked. Same thing as Alka Selzer, hunh? As an adult, I started taking cranberry pills and have not have a UTI in nearly 20 years.

    hier nachzulesen.

    Jedoch in Deutschland werden anstelle einer solch einfachen Behandlung wohl immer noch vereinzelt weibliche Harnröhren GEWEITET oder die neue Krankheit IC diagnostiziert. Das macht Sinn! *denWutSmiliesuch*

    Aus dem folgenden Zitat geht explizit hervor, dass Escherichia coli in saurem Milieu gedeiht. Es wird empfohlen, Alka Seltzer einzusetzen, das den Urin alkalischer macht, und Bakterienwachstum vermindert; von einem offenbar chinesischen MD, Medical Doctor oder Arzt.

    E. coli thrives in an acidic milieu, and because urine is acidic, these bacteria multiply rapidly in the urethra and in the urinary bladder, causing inflammation (cystitis)....Sodium Bicarbonate (Alka Seltzer or Bromo Seltzer, etc.) helps make the urine more alkaline (less acidic) and discourages bacterial growth.

    hier nachzulesen

    Ist Alka Seltzer bei Beschwerden der Harnblase wirklich empfehlenswert? Immerhin enthält es ja Aspirin, und mit 324 mg nicht gerade wenig. Wie sind die Nebenwirkungen?

    Es finden sich bei den Fachinformationen neben anderen auch folgende Warnung:

    Niedrige bis mittlere analgetische Dosen von Acetylsalicylsäure können die Ausscheidung von Harnsäure verringern, hohe Dosen hingegen können eine erhöhte Harnsäurekonzentration im Urin bewirken.

    Hier nachzulesen

    Ich würde daher dazu raten, lieber ein GUTES (siehe dazu hier: ) Basenpulver einzusetzen als Alka Seltzer. Es kann aber sinnvoll sein, wenn Schmerzen bestehen. Jedoch würde ich es unverzüglich nach Abklingen der Schmerzen absetzen und durch ein Basenpulver oder besser noch, durch eine Kalium- , Calcium- und Magnesium-betonte Ernährung ersetzen.

    Auch hier: findet sich eine Warnung vor Alka Seltzer.

    Despite the relief it can bring, Alka-Seltzer is not an effective remedy for UTI. According to EmpoweredMedicine.com, there is no evidence that Alka-Seltzer can prevent the progression of UTI. What's more, the painkilling effects of Alka-Seltzer can give the illusion that the infection is gone when it's actually multiplying and spreading to the kidneys.

    Vorsicht ist angebracht!


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    Kakao hilfreich für ICler und Blasengeplagte?

    Q:
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich las in Ihren Ratschlägen für IC-Patienten, dass Sie nichts davon halten, dass Schokolade für uns nicht empfehlenswert sein soll.
    Heisst das, Sie würden auch die Empfehlung für dieses Produkt unterstützen
    Vitalenio, Getränk mit Kakao-Geschmack, Inhaltsstoffe die ich kürzlich in einem Forum las?
    Die Teilnehmer dort waren sehr zufrieden damit.



    A: Danke für Ihre Frage.
    Beim Ansehen dieses Links graust es einem wahrlich.
    Haben Sie die Inhaltsstoffe gelesen?
    Kakao, Fisch-Protein und Molkenprotein.

    Kakao, gut, ist vielleicht wegen der enthaltenen Antioxidantien empfehlenswert.
    Aber Fisch-Protein, also höchstwahrscheinlich Abfälle der Fisch-Industrie, was sich nicht mal mehr zu Surimi pressen läßt.
    Mir graust.

    Desgleichen bei Molkenprotein. Auch das und die mitenthaltene Laktose sind Abfallstoffe, der Milchindustrie.
    Und potente Allergene.

    Ironischerweise sind die "Versprechen", die Vitalenio für sein Produkt macht, gar keine:
    "They are reporting results for a broad range of symptoms and health problems including: ... urinary tract and bladder infections,... Interstitial Cystitis...".
    Es ist nur die Rede von Effekten, nicht von welchen. Es können genauso gut negative sein.
    Ketzerischstmögliche Ansicht zu dieser Empfehlung: Sie wurde gemacht im Bewusstsein, dass sich sicherlich die Beschwerden und damit die Behandlungsbedürftigkeit steigern werden.

    Ich bin überzeugt, dass Patienten mit wiederkehrenden Zystitiden und insbesondere die, bei denen "das Kind den Namen IC bekam", (für mich die Austherapierten, im Sinne: Etwas wirklich Hilfreiches fällt uns nicht mehr ein.), vor allem Allergiker sind.

    Bei denen wird nichts helfen ausser vielleicht das Meiden der Allergene.
    Dieses Produkt ist GENAU DIE FALSCHE MASSNAHME. Es zu empfehlen grenzt an Bösartigkeit.
    Bitte machen Sie einen weiten Bogen darum.


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    Vitamin-C Hochdosis-Therapie

    biancaneve79 schreibt hier: am 5.12.07:

    juhuuuuuuuuuuuuuuuuuuu!!!!!!!
    es funktioniert noch immer!!!! nehme zwar nicht mehr jeden tag vit c, aber nach jedem gv trinke ich 1000mg vit c und es hilft!!!!! also mädels voher und danach viel trinken, danach zur toilette und vit c!!!!! ich bin so glücklich mal kein antibiotika zu nehmen!!!!! hätte nicht gedacht, dass ich es so schnell in den griff bekomme!!!!
    danke für eure tipps!!!!!
    biancaneve79

    Die alte Urologen-Empfehlung des "Urin-Ansäuerns" in neuer Verpackung. Und auch noch die Mega-Dosis: 1g, das ist ziemlich nierenbelastend. Denn Vitamin C wird zu Oxalsäure metabolisiert und als solche ausgeschieden, was die Niere belastet. Siehe die unten auf dieser Seite zitierte wissenschaftliche Arbeit.

    Die auch von chronischen Blasenbeschwerden betroffene Gruppe der IC-ler empfiehlt eine "low oxalate" / Ic-Diet, also eine Diät mit wenig Oxalat, dem Salz der Oxalsäure. So wie hier:
    und hier.

    Man sollte auch wissen, dass Mehle mit Ascorbinsäure, Vitamin C, behandelt werden, siehe hier:


    Geläufige Zusatzstoffe im Brot sind Mehlbehandlungsmittel wie Ascorbinsäure (Vitamin C). Sie machen Mehl schnell backfähig. Enzyme begünstigen das Volumen oder die Krustenbräunung. Wasserbindende Substanzen wie Guarkern- oder Johannisbrotkernmehl halten das Brot frisch. Zusatzstoffe müssen angegeben werden.

    Wer weiß, wieviel Gramm wir auf diesem Wege bereits zu uns nehmen?


    Und hier: noch eine Erfahrung zur Vitamin-C Infusionsbehandlung:

    Man darf gar nicht überlegen........ 1.000 Euro habe ich für die Vitamin C Infusionen ausgegeben (wird nicht von der Krankenkasse bezahlt). Und das Gegenteil haben sie bewirkt. Kaum zu fassen. Man lernt nie aus.




    In einem Forum kürzlich auf Hochdosis-Infusions-Therapie mit Vitamin C aufmerksam geworden,las ich ein wenig zum Thema.

    Das Extremste, das ich finden konnte, war dies:

    Salz/Vitamin C Therapie - ein Anwendungsbericht
    ...Durch den gesteigerten S/C-Gehalt in der Körperflüssigkeit geben alle Formen der Borrelien (Spirochaeten, L-Formen, Zellwandlose (CWD) Borrelien, die verkapselten zystischen Formen), so wie eine schier endlose Zahl von Bakterien (ertaunlicher Weise nicht die nützlichen in unserer Darmflora), Viren(!), Fungi, Parasiten etc... den Geist auf!!!
    Wie dies alles geschieht, ist inzwischen auch grossteils bekannt und stellt sich aus verschiedenen bislang bekannten Vorgängen zusammen:
    Durch den gesteigerten Salzgehalt im Körper unterlaufen die Mikroben eine sogenannten "Osmotischen Schock", was zum Austrocknen (=Absterben) dergleichen führt.
    Weiters ist bekannt, dass durch den gesteigerten Salz/C-gehalt die Zahl der weissen Blutkörperchen einerseits gesteigert wird und andererseits diese eine Art Protein-Pebtid erzeugen, welche "Löcher" in die Zellmembranen (nicht Zellwand) der unwillkommenen Mikroben reissen. Durch diesen Angriff gehen dann diese auf Grund eines ermöglichten Ionen-austausches so zugrunde. Die Forschung läuft noch und wahrscheinlich werden sich mit der Zeit noch mehr und detailiertere Ergebnisse einfinden... was für den Einzelnen letzlich weniger wichtig als die Wirksamkeit an sich ist.

    Zu finden hier:

    Was auf Bakterien einen "osmotischen Schock" ausübt und bei ihnen den lebenswichtigen Austausch "Kalium rein in die Zelle" "Natrium raus aus der Zelle" verhindert, tut dies auch bei menschlichen Zellen.

    Wer diese Therapie anwendet, betätigt sich im wahrsten Sinne als Nierenmörder. Zuviel Salz überfordert die Nieren mit der Ausscheidungund Vitamin C, Ascorbinsäure, wird zu einem hohen Anteil in Oxalsäure umgewandelt, die für die Nieren schwer auszuscheiden ist und siedamit ebenfalls sehr belastet.

    Ascorbate increases human oxaluria and kidney stone risk.
    J Nutr. 2005 Jul;135(7):1673-7.
    Massey LK, Liebman M, Kynast-Gales SA.
    Department of Food Science and Human Nutrition, Washington State University, Spokane, WA, USA. massey@wsu.edu
    Currently, the recommended upper limit for ascorbic acid (AA) intake is 2000 mg/d. However, because AA is endogenously converted to oxalate and appears to increase the absorption of dietary oxalate, supplementation may increase the risk of kidney stones. The effect of AA supplementation on urinary oxalate was studied in a randomized, crossover, controlled design in which subjects consumed a controlled diet in a university metabolic unit. Stoneformers (n = 29; SF) and age- and gender-matched non-stoneformers (n = 19; NSF) consumed 1000 mg AA twice each day with each morning and evening meal for 6 d (treatment A), and no AA for 6 d (treatment N) in random order. After 5 d of adaptation to a low-oxalate diet, participants lived for 24 h in a metabolic unit, during which they were given 136 mg oxalate, including 18 mg 13C2 oxalic acid, 2 h before breakfast; they then consumed a controlled very low-oxalate diet for 24 h. Of the 48 participants, 19 (12 stoneformers, 7 non-stoneformers) were identified as responders, defined by an increase in 24-h total oxalate excretion > 10% after treatment A compared with N. Responders had a greater 24-h Tiselius Risk Index (TRI) with AA supplementation (1.10 +/- 0.66 treatment A vs. 0.76 +/- 0.42 treatment N) because of a 31% increase in the percentage of oxalate absorption (10.5 +/- 3.2% treatment A vs. 8.0 +/- 2.4% treatment N) and a 39% increase in endogenous oxalate synthesis with treatment A than during treatment N (544 +/- 131 A vs. 391 +/- 71 micromol/d N). The 1000 mg AA twice each day increased urinary oxalate and TRI for calcium oxalate kidney stones in 40% of participants, both stoneformers and non-stoneformers.

    PMID: 15987848 [PubMed - indexed for MEDLINE]

    Ich übersetze die einleitenden Sätze dieses Abstracts: Momentan ist die empfohlene Höchstdosis für Ascorbinsäure 2000mg pro Tag.Jedoch kann die Supplementation mit Ascorbinsäure das Risiko von Nierensteinen erhöhen, weil Ascorbinsäure zu Oxalat metabolisiert wird.

    Abzuraten!


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    Parasitosen, bzw. Würmer als Verursacher von Blasenentzündungen?

    Die Hysterie um die Borreliose und die wohl überwiegend nicht zutreffende Erklärung von Harnblasenentzündungen mit einer Borrelieninfektion ist mittlerweile noch skurriler geworden, jetzt sollen es Askariden sein:

    "Allerdings bin ich der festen Meinung, dass Parasiten, sprich Würmer Borrelien beherbergen! Sie leben meiner Meinung nach in einer Art Symbiose! Deshalb ist eine Behandlung auch gegen Würmer für mich unerlässlich."
    siehe hier:

    Bei einer von Blasenentzündungen Betroffenen kann man seit Monaten verfolgen, wie ein Kampf gegen allerhand mit bio-energetischen Methoden "diagnostizierte" Krankheiten geführt wird. Jüngst also der gegen Würmer. Dazu werden, weil kein schulmedizinischer Arzt etwas Krankhaftes findet, frei verkäufliche Wurmmittel geschluckt, die nicht gerade harmlos sind.

    Warnende Stimmen sind unerwünscht, wissenschaftlich fundierte Infos zu Würmern ebenso.

    So schluckt diese Person also Anti-Helminthika, erlebt starke allergische Reaktionen darauf,

    habe heute abend zum ersten Mal Mebendazol eingenommen! Danach haben sich nun meine Hautprobleme, besonders im Brustbereich ganz arg verschlimmert! Ich bekam auch Stiche im Kopf und Schmerzen in den Beinen! Kann noch nichts Genaues sagen und warte ab, wie es weitergehen wird
    ... Seit 3 Tagen nehme ich ja nun das Parasitenmittel Mebendazol und habe heftige Symptome bekommen. Dicke entzündete Pusteln bildeteten sich im Brustbereich, um genauer zu sein entlang der Speiseröhre bis hin zum Magen. Im Rückenbereich bildeten sich diese Pusteln entlang der WS! Das ganze juckte ohne Ende und blutete anschließend sogar. Gestern hatte ich einen Krampf entlang der WS, der wiederum vorne am Hals endete. Das ist ein ganz mieses Gefühl, da ich mich dann nicht bewegen kann.
    Diesmal war dieser Krampf länger anhaltend,das war in der Vergangenheit nicht so heftig. Meine Drüsen am Hals schwellten an, normalisiert sich aber langsam wieder.
    siehe hier:

    die sie aber auf gar keinen Fall als allergische oder Unverträglichkeits-Reaktionen gedeutet haben möchte, nein

    meine Reaktionen auf das Mebendazol hatten rein garnichts mit Allergien zu tun, sondern eher mit abgetöteten Askariden! Allergische Reaktionen kenne ich von meinem Sohn, die äußern sich ganz anders! Nur mal so zur Aufklärung!
    siehe hier:

    Educate your doctor! ;-)

    Woher kommt diese völlig irreale und unbeinflussbare Weltsicht?

    Ingrid Fonk:
    Nahrungsmittelintoleranz-allergie
    In engen Zusammenhang mit diesem Beschwerdekomplex steht die Nahrunsmittelintoleranz bzw.-allergie. Es handelt sich um die spezifische oder aber die ständig wechselnde Nahrungsmittelunverträglichkeit. Einige dieser Patienten vertrugen im Extremfall kaum noch ein Nahrunsmittel ohne Probleme. In einem Fall wurde nur noch Haferflockenbrei vertragen und zwar teelöffelweise und das auch nur im Liegen, da die Nahrungsaufnahme zu starken Bauchkrämpfen führte. Mit gezielter Vermizidtherapie lassen sich in diesen Fällen wahre "Wunder" erzielen.
    Eine Knoblauchunverträglichkeit kann ebenfalls Hinweis auf einen Parasiten-befall sein. Ganz besonders bei Protozoen-Infektionen (Lambliasis!) können Stoffwechselstörungen auftreten; Laktoseintoleranz, möglicherweise auch die Glutenintoleranz, Malabsorption bis hin zur Zöliakie.
    gefunden hier:

    Als Internistin sollte Fonk wissen, dass sowohl die Laktoseintoleranz als auch die Zöliakie genetische Grundlagen haben.
    Die Laktoseintoleranz ist der genetische Normalfall, Milch ist Säuglingsnahrung, mit zunehmendem Alter geht dementsprechend die Produktion des Enzyms Laktase zurück, bei jedem Menschen.
    Es gibt als genetische Sonderform einen laktose-toleranten Typ, vorwiegend in Nordeuropa, jedoch sind nach umstrittenen Schätzungen bis zu 75% der Weltbevölkerung laktose-intolerant, in Asien und Afrika nahezu 100%.

    Auch Ötzi war laktose-intolerant:

    Prima zusammengefaßt hier:

    Laktose-Intoleranz ist keine Stoffwechselstörung aufgrund von Parasiten!

    Auch Zöliakie hat einen genetischen Hintergrund:

    "Genetische Studien haben einen Zusammenhang zwischen Zöliakie und bestimmten genetischen Merkmalen in der HLA-Genregion (Humanes Leukozyten Antigen-System) festgestellt."
    sowie auch:

    Ebenfalls wohl eher nicht durch Parasiten ausgelöst!

    "Eine Knoblauchunverträglichkeit kann ebenfalls Hinweis auf einen Parasiten-befall sein."
    Nein, wohl eher allergisch bedingt!

    "Das Sensibilisierungspotential (von Knoblauch) wird als mittel- bis hochgradig eingeschätzt. Hauptallergene sind Diallyldisulfid und Allicin, die nicht wasserlöslich und nicht hitzestabil sind und beim Kochen zerstört werden. "
    siehe:

    Ist es zutreffend, dass die Schulmedizin Parasiten nicht findet, und man daher vorsorglich eine Wurmkur machen könnte?

    Von den Befürwortern von Parasitosen-Behandlungen für fast jegliche Beschwerden wird angeführt:

    Das Mittel ist nicht gefährlich, so ein Unsinn! Es geht in den Körper rein und wieder raus, ganz im Gegensatz zu Antibiosen!

    Na ja, das Gefettete kann man wohl von allen Medikamenten sagen, aber was richten sie in der Zwischenzeit an?
    Für einen Allergiker sind bereits die Zusatzstoffe ein Risiko, siehe die zitierten Reaktionen. Mebendazol ist zudem potentiell teratogen, fruchtschädigend, Frauen mit Kinderwunsch sollte daher empfohlen werden, sich von diesen Trends fernzuhalten.

    Und so ganz folgenlos verlassen auch Anti-Helminthika nicht wieder den Darm:

    Adult roundworms can be stimulated to migrate by stressful conditions such as fever, illness, anesthesia and anthelmintic drugs.
    siehe:

    Meine Übersetzung: Die Migration erwachsener Würmer aus dem Darm heraus kann stimuliert werden durch Stress-Bedingungen, wie Fieber, Krankheit, Narkosen und Anti-Helminthika, wie das jünst zur "ungefährlichen" Selbstbehandlung promotete Mebendazol.

    In dem zitierten Artikel finden sich Beschreibungen, wo erwachsene Würmer in wenigen Fällen gefunden wurden: Sie können aus dem Anus über die Körperoberfläche in Vagina und Uterus wandern, und auch via Harnröhre in die Harnblase (wo sie dann verhungern), sowie durch Fisteln den Darm verlassen.


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    Borreliose Ursache für chronische Blasenentzündungen?


    Aktuell am 8.8.12
    Zwar mehr als 10 Jahre alt, aber: Trends schwappen manchmal langsamer über den "Großen Teich" zu uns herüber. Guter Übersichtsartikel bei:

    Quackwatch


    Aktuell am 18.7.12:


    Eine hervorragende Seite ist die des PD Dr. med Hassler, die wohltuend Sachliches und extrem Informationes zur Borreliose bietet.

    Besondere "Bonbons":

    - der LTT-Test ist unzuverlässig und wird daher nicht empfohlen (s. auch u.)

    - Borrelien lieben es kühl, mit einem Temperaturoptimum von 32 - 34 Grad, siehe:

    Daher treten sie an den Extremitäten in Erscheinung, als Acrodermatitis chronica atrophicans (ACA), siehe Bildergalerie

    - eine Borreliose ohne die (Langzeit-) IgG-Antikörper ist nicht denkbar:

    Seronegative Borreliosen im Spätstadium gibt es dagegen nicht. Es ist völlig undenkbar, dass eine über längere Zeit laufende, mehr oder weniger intensive Auseinandersetzung zwischen Erreger und Immunsystem ohne Bildung messbarer Antikörper bleibt.

    siehe



    Aktuell am 20.6.12:
    "Ausweg aus dem Teufelskreislauf chronische Blasenbeschwerden" könnte in einem neuen Teufelkreislauf enden, namens


    "Teufelskreislauf Borreliose und Langzeitantibiosen"


    Ein hervorragender Artikel zum Weiterlesen:


    F: Ist ein LTT-Test oder ein CD-57-Test zu empfehlen, um die Ursache für anhaltende Blasenbeschwerden zu finden?
    Es seien häufig Borrelien, liest man bei Frau Hopf-Seidel, die könnten durch einen PCR Test nachgewiesen werden.
    Was ist von diesen Tests zu halten?

    A:Der CD-57 ist ein Test, der Zellen des Immunsystems zählt. Laut einem Anbieter in Bremen kann man aus der Zahl der Zellen schließen, in welchem Stadium eine Borreliose ist. Bei aktiver Infektion (Borrelien oder auch andere Erreger) seien die Zahlen normal, bei chronischer Borreliose sei die Zahl vermindert.
    Der Test hat keine spezifische Aussage für eine Borrelien-Infektion, wie bereits aus der Annahme zu einer aktiven Infektion hervorgeht.

    Vgl. dazu:

    Er eignet sich jedoch prächtig dazu, dem Patienten weiszumachen, er habe eine chronische Borreliose.


    Der PCR-Test hat den Zweck, die Borrelien-DNA, also das Erbgut der Borrelien in einem Biopsat, z.B. aus Blasenschleimhaut nachzuweisen. Jedoch sagt selbst die Deutsche-Borreliose-Gesellschaft in ihren Leitlinien:

  • "Beweisend für eine Lyme-Borreliose ist der direkte Erregernachweis. Die Sensitivität der Methoden zum direkten Borrelien-Nachweis ist für die tägliche Praxis derzeit verfahrenstechnisch nicht ausreichend".
    Mit anderen Worten: die Deutsche-Borreliose-Gesellschaft hält selbst den direkten Borrelien-Nachweis nicht für gut praktikabel.


  • Der LTT dient dazu, die zelluläre Immunantwort aufzuspüren, die zeitlich vor der Bildung von Antikörpern erfolgt. Er soll eingesetzt werden, wenn der direkte Erreger-Nachweis nicht gelingt und auch (noch) keine Antikörper nachgewiesen werden können.
    Jedoch weist dieser Test NICHT eine Infektion mit Borrelien nach (das tut nur der Nachweis der Borrelien-spezifischen Antikörper), sondern NUR allgemein das Vorliegen einer Infektion undefinierter Art.

    F: Wozu ist der Test dann gut?

    Aus den Leitlinien der Deutschen-Borreliose-Gesellschaft:
    Die Indikationen für den LTT-Borrelien sind:

  • Nachweis einer aktiven Borrelien-Infektion bei
  • 1. seropositiven Patienten mit vieldeutiger Symptomatik
  • 2. seronegativem oder serologisch als grenzwertig beurteiltem Ergebnis von Patienten mit dringendem klinischen Verdacht auf eine Lyme-Borreliose
  • 3. Therapiekontrolle ca. 4–6 Wochen nach Beendigung eines antibiotischen Behandlungszyklus
  • 4. Verlaufskontrolle bei klinischem Verdacht auf ein Rezidiv der Lyme-Borreliose
  • 5. Neuinfektion.

  • A: Dazu kann man sich Fragen stellen:

    zu 1. Wer Antikörper gegen Borrelien hat (=seropositiv), hat der eine Borreliose?
    Nein, es kann einfach das "Gedächtnis" des Immunsystems sein. Aber mit dem LTT-Test könnte er schnell eine haben, wenn auch nicht im Sinne der Schulmedizin, sondern nur von einem Borreliose-Spezialisten bescheinigt.

    zu 2. Wer keine Antikörper hat, oder nur geringe Mengen, aber "dringenden klinischen Verdacht", für den ist mittels LTT die Diagnose "Borreliose" möglich, obwohl er im schulmedizinischen Sinne gar keine mehr hat und die Antikörper vielleicht mit Abwarten wieder ganz zurück gehen.

    Der "dringende klinische Verdacht" wird durch eine lange Liste mit Symptomen aus allen Bereichen entwertet. Aus den vielen seien hier nur genannt: Symptome des Verdauungstraktes wie Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten und uro-genitale Beschwerden.

    Bei Vorliegen solcher Beschwerden nach einer Borreliose zu fahnden erscheint wenig zielführend. Es gibt in den beiden Fachbereichen genügend eigenständige Ursachen aufzudecken.

    Patienten einzureden, ihre Unverträglichkeiten könnten verschwinden, wenn erst die Borrelien erfolgreich bekämpft seien, grenzt hart an Gefährdung der Gesundheit.

    Insbesondere dann, wenn die mit den oben genannte Test "nachgewiesene" Borreliose mit ausgedehnten Antibiotika-Therapien angegangen wird.

    Eine hervorragende Bewertung des LTT-Tests findet sich hier:

    Auch die übrigen Informationen auf dieser Seite sind sehr zu empfehlen.

    Daher empfehlen wir Patienten mit chronischen Harnwegsbeschwerden, zunächst Alkalisierung und Bekämpfung mit Bärentraubenblättern und Meerrettich. Dann vor allem Suchen nach Auslösern bei unverträglicher Nahrung, Allergien und Unverträglichkeiten.
    Sonst könnte der "Ausweg aus dem Teufelskreislauf chronische Blasenbeschwerden" in einem neuen Teufelkreislauf enden, namens "Teufelskreislauf "Borreliose" und Langzeitantibiosen".

    Leitlinien zitiert nach und Bewertung angeregt von:



    Aktuell am 19.6.12

    F: Borreliosekranke klagen immer, man würde sie als eingebildete Kranke hinstellen.
    A: Nicht als eingebildete Kranke, nein, so würd ich das nicht sehen, aber als Kranke mit einer eingeredeten Krankheit. Da würde ich schon die Verantwortlichkeit klar wahrgenommen sehen wollen.

    vgl. diese Diskussion:

    F: Ich las kürzlich die Empfehlung, Personen mit Blasenbeschwerden sollten ihr Gesamt-IgE bestimmen lassen und daraus die geeigneten Schlüsse ziehen. Kann man das genauer ausführen?
    A: Das Gesamt-IgE ist ein Marker für allgemeine Allergie-Bereitschaft. Ist es erhöht, dann setzt sich der Körper mit Allergenen auseinander. Dann würde ich persönlich diese suchen und eliminieren.
    Selbst das gewissenhafteste Eliminieren von Allergenen ist nur eine graduelle Verbesserung, denn den Allergenen wie Pollen können wir nur schlecht entkommen. Da kann man aber die anderen wenigstens vermeiden.

    Dazu eine gute Äußerung

    hier:


    F: Warum hilft eigentlich der Meerrettich so gut?
    A: Die Unverträglichkeiten lassen die Schleimhäute in der Blase empfindlich für Infektionen werden (über Methylhistamin im Urin), der Dauereinsatz von Meerrettich verhindert, dass eindringende Bakterien zu einer Infektion führen. Wer seine Allergene nicht meiden möchte, kann sich mit Meerrettich helfen, da die dauergereizten Schleimhäute in ihrer Abwehrleistung reduziert sind.


    ....die Ursachen aus #1171 ( hier oben ) stammen natürlich aus schulmedizinischer Sicht und lassen daher einen ganz wesentlichen Punkt ausser acht : Alles was mit Allergie,Intoleranz oder sonstigen Unverträglichkeiten zu tun hat.
    Diese BE's sind ohne Erreger anzutreffen,der Urologe wird lediglich eine gereizte Schleimhaut diagnostizieren. Irgendwelche Medikamente werden nicht helfen. Nachtjäger


    Zu finden hier:


    Genau so ist es. Jüngst berichtete jemand, ein Urologe habe ihr gegen diese unspezifischen Entzündungen Diclofenac, Voltaren verschrieben.

    ..„Nun meinte er letztendlich, dass er ausprobieren möchte, ob es nichts direkt mit der Blase zu tun hat und hat mir "Diclofenbeta" verschrieben.“


    Zu finden hier:


    Genau das, worauf Nachtjäger hinwies.


    Es gibt auch hoffnungsvolle Stimmen und brauchbare Anregungen:

    „Aber sicher, auf Dauer kann eine Ernährungsumstellung bei vorhandenen Allergien oder Nahrungsmittelintoleranzen alles mögliche ausheilen oder wenigstens im Verbund mit.
    Nahrung ist das Heilmittel Nr. eins und anderes herum wird auch ein Schuh draus.
    Man kann z.B. durch Gluten im Extremfall langfristig Organversagen bekommen, ich bin mit Sicherheit so ein Fall aufgrund einer nicht erkannten Zöliakie.
    Bin froh, meine Ernährung angepasst zu haben und noch weiteres dadurch verhindern zu können, mal abgesehen, dass es mir so viel, viel besser geht und die zahlreichen Symptome unterschiedlichster Art zum grossen Teil weg sind oder deutlich abgeschwächt.
    Man muss sich doch immer fragen, warum ist das Immunsystem nicht stark genug Erreger abzufangen?
    Das hat eben sehr viel mit dem Essen zu tun.“,


    sagt bestnews.

    zu finden hier:

    Dazu kann man in der wissenschaftlichen Literatur etwas unter dem Stichwort IgA-Nephropathie etwas finden.

    Es bleibt abzuwarten, wie solche Stimmen ankommen.

    Folgendes Zitat aus einem „Fachbuch“ wird im Forum symptome.ch angeführt, um einen Thread zur chronischen Blasenentzündung in einen zur Borreliose-Werbung umzufunktionieren.

    „Brennschmerzen der Blase können ein sehr frühes und heftiges Symptom der Borreliose sein. Bei den durchgeführten Urinuntersuchungen finden sich aber oft weder Bakterien noch Blut oder Eiweiß im Urin. Auch eine Blasenspiegelung zeigt keine Auffälligkeiten. Würde man jedoch Blasenschleimhautbiopsien öfter auf Borrelien-DNA mit einer PCR-Untersuchung prüfen, könnte man Borrelien häufig nachweisen.“ (Hopf-Seidel)


    zu finden hier:

    Das Buch ist einer der üblichen medizinjournalistischen Reader mit wenig mehr als dem Ziel, Diagnostiken und Therapien und deren Rationale zu publizieren, um damit Nachfrage zu erzeugen.

    „….solltest Du eine Borrelien-DNA mit einer PCR-Untersuchung ebenfalls in Erwägung ziehen“,

    sagt das Sprachrohr für obigen medizinjournalistischen Reader. (ebd.)
    Diese Person bringt immer und immer wieder den Ratschlag an, den "wahren Gründen für Blasenentzündungen auf den Grund zu gehen" und die Test der Deutschen Borreliose-Gesellschaft, unter anderem den CD-57-Test und den LTT machen zu lassen. Sie ist der unverrückbaren Meinung „Die Anregung nützt den Betroffenen! „ (ebd. )
    Normale Labors machen diese Tests nicht. Profitieren werden also von dieser Anregung die spezialisierten Labors der borreliose-Gesellschaft-nahen Ärzte. Von einer teuren, selbstverständlich privat zu zahlenden IGeL-Leistung.
    Ob die Patienten profitieren, ist eher fraglich.

    In den USA fielen Labor-Ärzte auf, die bei der Formulierung der Leitlinien mithalfen, ohne diese Interessenkollision offenzulegen.
    S. 716 des Artikels


    Hopf-Seidel plädiert dafür, nach Zeckenkontakt, noch bevor sich Antikörper entwickeln konnten, eine dreiwöchige AB-Behandlung durchzuführen. Es reichen ihr grippeähnliche Symptomen, die Wanderröte sieht sie nicht als unbedingte Voraussetzung für eine Behandlung an.
    Also extremes „Sicherheitsdenken“, vorgeblich jedenfalls. Zu den Argumenten dagegen (vielleicht ist die Behandlung umsonst, weil es wirklich eine Grippe ist) sagt sie, die Gefahren einer möglichen Borrelien-Infektion wögen so schwer, dass das Risiko der Übertherapie eingegangen werden könne.

    Das kommt natürlich bekannt vor:
    Bei der einfachen weiblichen Blasenentzündung wurden auch jahrzehntelang die Gefahren der aufsteigenden Infektion und der Nierenbeteiligung an die Wand gemalt und mit Antibiotika übertherapiert. Anstatt den Patienten Alternativen zu vermitteln, wie Bärentraubenblätter, Alkalisierung und Meerrettich.

    Die Parallelen sind unübersehbar. Übertherapie hier wie dort. Verkauft, indem man den Teufel an die Wand malt. Für den Bereich Urologie kennen wir die Ergebnisse.
    Für den Bereich "Borreliose-Spezialisten" werden sie vermutlich sehr ähnlich ausfallen.


    F: Kann man sagen, wie ich es kürzlich las, dass die Borreliosespezialisten sich mutig gegen die Pharmaindustrie stellen und für chronisch Kranke kämpfen?
    A: Wer kommt denn auf sowas? Gegen die Pharmaindustrie?
    Und wer macht die Diagnostika? Wer die Mittelchen, mit denen die „Borreliose“kranken sich behandeln? Eine ungemein, sagen wir "schlichte" Ansicht. ;-)


    Jüngst fiel verstärkt auf, dass in Foren die Beiträge von Personen, die versuchen, hinsichtlich Borreliose vor unfundierten Tests und schädlichen Behandlungen zu warnen, editiert und gelöscht werden. Die Theorien der Borrelianer scheinen Laien sehr überzeugend. Hoffentlich ist obiges allgemeinverständlich genug formuliert und kann ein wenig zur Aufklärung beitragen.
    Wir sind es Patienten mit chronischen Beschwerden schuldig, ihnen zumindest einen Weg zur Besserung zu zeigen.
    Ob sie ihn gehen wollen, müssen sie selbst wissen.


    Aktuell am 21.5.12


    Einige Ärzte sind so davon überzeugt, ihre Patienten hätten eine ungewöhnliche Form von Borreliose, dass sie sie monatelang mit Antibiotika behandeln, ohne die Krankheit überhaupt nachweisen zu können.
    In den Augen von Universitäts-Medizinern ist die lange Antibiotika-Behandlung jedoch katastrophal:
    "Überdiagnose und Übertherapie sind ein bedeutsames Problem", beklagten drei niedersächsische Professoren vor kurzem im Deutschen Ärzteblatt.
    ....Vielen geht es nie wieder gut
    Doch die Langzeittherapie ist genau das, worauf Ärzte wie Walter Berghoff bauen. Die Dauertherapie sei nötig, weil sich die Borrelien verkapselten und so durch Antibiotika nur schwer angreifbar seien. "Diese Vorstellung ist aber bisher nur Theorie", warnt der Heidelberger Immunologe Wallich.
    Fakt ist zweifelsohne, dass zahlreiche Borreliose-Patienten noch Jahre nach der üblichen Behandlung über Beschwerden klagen. Vielen geht es nie wieder richtig gut.


    zu finden hier

    zum Weiterlesen


    Bei Quackwatch.org findet sich:


    The Bottom Line

  • Lyme disease, when diagnosed early, is readily treatable with oral antibiotics.
  • Positive antibody tests, by themselves, do not provide a sufficient basis for diagnosing Lyme disease. The diagnosis should be based on the overall clinical picture, including medical history and physical findings.
  • Negative antibody testing after the first few weeks strongly suggests that the patient does not have Lyme disease.
  • Many patients with chronic, nonspecific symptoms (such as headaches, fatigue, muscle aches, mental confusion, or sleep disturbances) mistakenly believe they have Lyme disease.
  • Intravenous antibiotic therapy, when given appropriately, should not last more than a month. It should not be given unless oral antibiotic therapy has failed and persistent active infection has been demonstrated by culture, biopsy, or other bacteriologic technique.


    zu finden hier:


  • Nachlese, Borreliose-Info-Splitter aus:

    Dr. med P. Hopf-Seidel: "Krank nach Zeckenstich. Borreliose erkennen und wirksam behandeln."

    ...Quensyl als "Verstärker" des Antibiotikums, da dies ein alkalisches Milieu in der Zelle schafft und den Säuremantel des Borrelien-Persisters angreift. (S. 188)


    Wenn ein alkalisches Milieu in der Zelle für wirksam gehalten wird, warum dies dann nicht durch naturnahe Strategien zu erreichen versuchen?
    Durch die verstärkte Aufnahme der wichtigsten innerzellulären Alkalien Kalium, Calcium und Magnesium?
    Ein Dank an die Schulmedizin für diese Einschätzung der Wichtigkeit von alkalischem Milieu in der Zelle!

    Und ist es empfehlenswert, Quensyl einzusetzen?

    Es gibt keinen Beleg für die Wirksamkeit: Wikipedia

    Die Nebenwirkungen sind zahlreich:

    Häufig werden gastrointestinale Symptome wie Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Übelkeit, Blähungen, Diarrhöen mit Gewichtsverlust und Erbrechen beobachtet.


    Gelegentlich kommt es zu: Schlafstörungen oder Schläfrigkeit, Tinnitus oder Taubheit, Unruhe, emotionaler Labilität, Benommenheit, Schwindel, Verwirrtheitszuständen, Kopfschmerzen oder Parästhesien. Myopathien der Skelettmuskulatur, die zu einer Schwäche und Atrophie der proximalen Muskelgruppe führen, wurden berichtet.


    Wechselwirkungen: Eine Kombination mit Aminoglykosiden kann zu einer verstärkten neuromuskulären Blockade führen....


    Gegenanzeigen: – bei gastrointestinalen, neurologischen oder hämatologischen Vorerkrankungen, – bei Überempfindlichkeit gegen Chinin, – bei vorbestehender Psoriasis, – bei Porphyrien, – bei Epilepsie, – bei ausgeprägten Nieren- und Lebererkrankungen, – während der Schwangerschaft (Indikation Malaria).


    Fachinformation Quensyl


    Klingt so, als würden die Nebeneffekte zu einem guten Teil erst die Symptomatik einer Spätborreliose hervorrufen.

    Ist denn eine Borreliose tatsächlich häufig?


    Gesundes Immunsystem?
    Studien gehen davon aus, dass etwa 90 Prozent aller Infizierten mit einer Borrelieninfektion fertig werden, wenn sie ein völlig gesundes Immunsystem haben. Bestehen jedoch Vorbelastungen, ist die Wahrscheinlichkeit, chronisch an Borreliose zu erkranken, sehr hoch. (Hopf-Seidel, S. 90)


    Was dabei immer vergessen wird:
    Ein äußerst gewichtiger Faktor zur Schwächung eines Immunsystems ist unverträgliche Ernährung. Herauszufinden, was unverträglich ist (Und natürlich, es dann zu meiden.), ist daher eine äußerst wertvolle Strategie zur Stärkung des Immunsystems.

    Diese Kausalität:


    Auffallend häufig wird von neu auftretenden Nahrungsmittelallergien mit juckenden Hautausschlägen nach einer Borrelieninfektion berichtet. Ebenso entwickeln Betroffene neue Abneigungen gegen bestimmte Nahrungsmittel, die sie bis dahin gern gegessen hatten. Zudem zeigen sich Unverträglichkeiten für vorher problemlos vertragene Speisen, was die Magen-Darm-Reizsymptomatik nochmals verstärken kann.


    muss man durchaus nicht so sehen. Eher ist es UMGEKEHRT einleuchtend: Bestehende Unverträglichkeiten schwächen das Immunsystem, das infolge nicht mit den Borrelien fertig wird. In dem insgesamt geschwächten Körper treten - auch durch den Alterungsprozeß - diese Unverträglichkeiten stärker hervor.


    Welche Ernährung ist geeignet, um Borrelien in Schach zu halten?
    Zucker sind Borrelien-Futter, offenbar auch aus schulmedizinischer Sicht:


    Gelenkschutz-Präparate, wie Hyaluronsäure,... Chondroitinsulfat... Glukosamin... sind geradezu "Borrelien-Futter"... Gleiches gilt für Glukose, Mannose und Maltose. (Hopf-Seidel, S. 219)


    Nicht jedoch für Fruktose!!


    Welche empfehlenswerte Ernährung folgt daraus?


    Zucker werden auch aus Stärke, also Getreide und stärkehaltigen Früchten wie Kartoffeln, gebildet. Eine gute Ernährungsform kann man lernen bei den Befürwortern einer ketogenen Ernährung mit viel Eiweiss in Form von Fisch, Fleisch, Eiern. Diese Ernährungsform vermeidet Stärke, da sie in Form von Zucker im Blut ankommt.
    Kohlenhydrate werden in einer solchen Ernährung in Form von Gemüse und Obst aufgenommen. Das sollte man in einer grosszügigen Menge tun, da die Ketose eine äußerst nierenbelastende Sache ist; Ketokörper sind sauer.
    Beim großzügigigen Genuss von stärkearmem Gemüse und Obst werden die wichtigen Alkalien zur intrazellulären Entsäuerung Kalium, Calcium und Magnesium in genügender Menge aufgenommen und die Nieren geschützt.


    Zur Rolle von Unverträglichkeiten:


    Aber Hunger entwickle ich zur Zeit kaum und muss mich zum Essen zwingen. Ich habe so das Gefühl,ohne Essen geht es meiner Blase besser,immer schon. Da diese Ernährungsumstellung mir schwer fällt,esse ich nicht regelmäßig. schreibt Wildaster


    Da klingt eigentlich nach immer schon bestehenden, jedoch nicht erkannten Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Eher nicht nach Borreliose-Folge.
    Wahrscheinlicher ist, dass eine Borreliose Folge von einer Schwächung des Immunsystems durch UVs (nicht erkannte und nicht für eine optimale Ernährung beachtete) sein könnte.


    Aktuell am 14.5.12

    Wildaster geht es nach Umstellung der Ernährung so gut, dass sie übermütig wird:

    Da es mir seit 10Tagen sehr gut geht,bin ich heute übermütig geworden. Zuviel Kaffee,etwas Süßes und nicht viel Frisches gegessen. Nun sitze ich da und muss mit den Krämpfen und dem Brennen in der Blase klarkommen. Das sind kleine Erinnerungsschüsse daran,dass der Weg lang und schmerzhaft ist.


    Die Rückkehr zum gewohnten Pleasure-Essen beschert Brennen und Krämpfe in der Blase.
    Man muss dran bleiben, ein guter Weg:

    Dann hielt ich den Urin basisch und stellte komplett meine Ernährung um.Also nichts Fertiges,Verzicht auf Chemie usw.,Obst und Gemüse mehr. Das war und ist für mich immer noch schwer,aber ich bleibe dran. Nun führe ich ein Ernährungstagebuch und finde so heraus was meiner Blase gut tut und was nicht.

    Zitate zu finden hier:


    Karoline sagt:

    danke ersteinmal für deine Antwort,ich werde den Thread mal lesen,bei mir kamen die Blasenentzündungen aber durch eine Meatusstenose ich wurde zwar geschlitzt aber nach ein paar Monaten kam es wieder zu einer Stenose.Meerrettich ist auch eine gute Idee habe ich schon öfters gehört.Die Entzündungen habe ich mit Preiselbeere gut in den Griff bekommen aber meine Plattenepithelien eben nicht und das wird man auch mit Meerrettich nicht weg bekommen.


    Darüber wird dort gesprochen, wo in den folgenden Zeilen jemand berichtet, der 10 Wochen Doxycyclin wegen "Plattenepithelmetaplasie des Trigonums" bekommen hat, ohne Erfolg.
    Karoline hat die berüchtigte "Schlitzung der Harnröhre" bekommen, selbstverständlich ohne Erfolg. Denn nach einiger Zeit hat die Wucherung des Narbengewebes die zuvor "verengte" (auch eine Mond-Diagnose) Harnröhre (=Meatusstenose) wieder enger gemacht.
    Zudem ist Narbengewebe schlechter in der Lage, den schützenden Bakterienfilm zu beherrbergen. Die wissenschaftlichen Fundstellen dazu in Hakushis Buch.
    Immer wieder interessant, die Berichte über die Sinnlosigkeit solcher Behandlungen zu lesen. Die Betroffenen können einem herzlich leid tun.
    Ob Meerrettich die "Plattenepithelmetaplasie des Trigonums" beseitigt? Möglicherweise. Zusätzlich wäre anzuraten, Maßnahmen gegen sauren Urin zu ergreifen, Chemie in der Ernährung zu vermeiden sowie Unverträglichkeiten herauszufinden.


    Aktuell 7.5.12:


    Hier wird neben einer "Plattenepithelmetaplasie des Trigonums" (= weißliche Hautverdickungen am Boden der Harnblase, unten, bei überwiegend aufrechter Körperhaltung die meiste Zeit des Tages der Bereich mit dem zeitlich längsten Kontakt zum Urin) gleich eine eventuelle Borreliose mitbehandelt ;-) . Nach Meinung eines dazu befragten Urologen ist übrigens diese "Plattenepithelmetaplasie des Trigonums" kein behandlungsbedürftiger Befund!


    Es sei den vielen um die Behandlung ihrer Borreliose kämpfenden Patientinnen vor Augen gehalten, wieviele Patientinnen im Rahmen urologischer Behandlungen genau die Behandlung bekommen, nach der sie verlangen. Nämlich nach Ausprobieren aller anderen Varianten dann Doxyzyklin. Die Borreliosebehandlung. Vielleicht wird es gemacht in Kenntnis dessen, dass sich Borrelien im Tierversuch nach künstlicher Inokulierung ins Bauchfell in der Blase haben nachweisen lassen?
    Es letztendlich dann noch mit Doxyzyklin zu versuchen, ist in der Urologie Standard.
    Wie schön, dass jetzt öffentlich ein Beleg der Sinnlosigkeit zu finden ist.


    In diesem Fall gar Langzeit-Behandlung, da kommt keine Borrelie gegen an: :-))


    Zur Zeit eine Langzeitantibiose mit Doxycyclin und Gepan-Instillationen. Bisher (10 Wochen) ohne Erfolg.


    Das wird auch ohne Erfolg bleiben, jedenfalls ohne einen solchen für die Patientin. Für den Arzt natürlich ganz im Gegenteil.


    Wir empfehlen statt dessen: Möglichst naturnahe Ernährung. Ausprobieren, ob vielleicht Gluten/Weizen und/oder Milchprodukte die Auslöser sind.


    Und denen, die von der Borreliose-Behandlung der Schulmedizin enttäuscht sind, könnte man vielleicht raten:
    Legen Sie sich eine "Plattenepithelmetaplasie des Trigonums" zu!
    Wie man das macht? Ganz einfach: Möglichst viele Fertiggerichte, Industrienahrung, Snacks, Alkohol, insgesamt:
    Möglichst sauren Urin zu erzielen versuchen. Das klappt!!
    Dann bekommen Sie die Behandlung!


    Aktuell 3.5.12: Borreliose - Unterschätzte Gefahr oder eingebildete Krankheit?

    FAQs und Materialien


    Nach dem Anschauen des Beitrages und der Lektüre des Materials kann man das unten zum Thema Disease Mongering Gesagte noch zuspitzen: Es handelt sich bei den für den Beitrag angeführten Beispielen um Extrema von Abzocke gar ohne jede zutreffende Diagnose.
    "Igeln" in der patientenschädlichsten Form.
    Standard ist das hoffentlich nicht.

    Es ist zu beobachten, dass die schier endlose Liste von Symptomen, die der Borreliose-Spezialist aus Augsburg anführt, sich prächtig dazu eignet, viele Patienten von der Existenz von Borreliose zu überzeugen und ihnen Diagnostik und Therapien zu verkaufen.
    Die Nebenwirkungen der eingesetzten Arzneimittel und die Schädlichkeit der Gesamtheit dieser Arztkontakte (psychisch und physisch) eignet sich hervorragend, Patienten krank zu halten - und wird genauso eingesetzt.

    Welche Patienten lassen sich am geeignetsten für diese Gewinn-Strategien instrumentalisieren?
    Chronisch Kranke, Verzweifelte und "Vorgebildete", von Urologen"Vorgebildete", die an langwierige und keine Besserung erzielende Therapien gewöhnt sind und ihre Selbstheilungskräfte aufgegeben haben.
    Die Patienten, die Urologen jahre- und teils jahrzehntelang wegen wiederkehrender Harnwegsbeschwerden oder der kreativen Krankheitsneuschöpfung "IC" therapierten, eignen sich prächtig, auf den neuen Zug "Borreliose" verladen zu werden ;-) .
    Wer sehen möchte, wie das funktioniert, hier, bitte. Und wer vor derlei Strategien warnt, wird weggebissen.

    Es fällt in den unerfreulichen Unterhaltungen ein interessanter Satz (gefettet):

    Hakushi hat bemerkt, dass sie sich immer weiter in Widersprüche verwickelt, deshalb hat sie sich dann auch am Ende verabschiedet!!!!
    Ich persönlich denke auch, dass es besser so ist, da ansonsten Blasenerkrankte nicht mehr nach der Ursache suchen und denken, dass sie wohlmöglich einige Lebensmittel nicht vertragen und verlieren die Übersicht!
    Lange schon war mir dieses Unterfangen ein Dorn im Auge. ...

    Der gesamte Absatz, insbesondere aber der gefettete Satz klingt eigentlich nicht nach Patientin, sondern nach Bewerber auf dem Patienten-Markt. Autorin des von der "Patientin" angepriesenen Buches, "Krank nach Zeckenstich: Borreliose erkennen und wirksam behandeln "?
    Die Autorin dieses Titels möchte nicht verkaufen, und auch nicht ihre Privatpraxis beleben??

    Vielleicht schaut man hier auch den Werbekanal der mehr oder weniger erfolgreichen Borreliose-Praxen?

    In dem zitierten Forum findet sich von der Autorin der oben zitierten Sätze ein eigener Thread, in dem sie schildert, wie sie ihre eigene "Borreliose" mit einem Füllhorn von Mittelchen der Alternativmedizin "behandelt", jüngst einem Zapper.
    Man darf mutmaßen, dass einige von ihr beworbene "Behandlungsweisen" mit der von ihr beworbenen Literatur zu tun haben.

    Zur von ihr geschilderten "Behandlung" und der dahinter stehenden "Diagnose" mit informierender Absicht aus den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie:

    Die Borrelienserologie sollte nur bei begründetem klinischem Verdacht auf eine Borrelienätiologie durchgeführt werden. Unspezifische Symptome sind dagegen keine Indikation für eine Borrelienserologie, da der prädiktive Wert eines positiven serologischen Befundes hier sehr gering ist.
    .... Eine teilweise unsachliche Berichterstattung - insbesondere in der Laienpresse und im Internet - hat zu einer weit verbreiteten Angst davor geführt, dass die Lyme-Borreliose zu chronischen Schmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen auch ohne Vorliegen aktueller typischer Lyme-Borreliose-Symptome führen könnte. Aus dieser Angst heraus wurden vermehrt serologische Untersuchungen als Screening-Tests bei Patienten mit weit verbreiteten unspezifischen Beschwerden eingesetzt. Dies führte angesichts der hohen Seroprävalenz in Endemiegebieten zu einer entsprechend häufigen Diagnose und Behandlung einer vermeintlichen "chronischen Lyme-Borreliose mit unspezifischen Beschwerden". Klinische Verlaufsuntersuchungen und epidemiologische Studien weisen aber darauf hin, dass die genannten unspezifischen Beschwerden nach einer Lyme-Borreliose nicht häufiger auftreten als bei Kontrollpersonen bzw. nach anderen Erkrankungen (Seltzer et al. 2000, Steere et al. 1993). Außerdem hat die Lyme-Borreliose, abgesehen von wenigen Ausnahmen, eine günstige Prognose (Gerber et al. 1998, Kaiser 2004, Kalish et al. 2001, Seltzer et al. 2000, Shadick et al. 1999). Somit ist in der Regel von einer Koinzidenz und nicht von einer Kausalität zwischen dem Nachweis Borrelien-spezifischer Antikörper und unspezifischen klinischen Beschwerden auszugehen. Entsprechend konnte gezeigt werden, dass diese unspezifischen Beschwerden nach behandelter akuter Lyme-Borreliose nicht auf eine erneute Antibiotikabehandlung ansprechen (Klempner et al. 2001, Kaplan et al. 2003). Bei einem vermeintlichen "Post-Lyme- Disease-Syndrome" oder bei Verdacht auf eine chronische Lyme-Borreliose mit unspezifischen Beschwerden sollte in erster Linie eine ausführliche Differenzialdiagnostik erfolgen (DD depressive Störung, Autoimmunerkrankung, chronische Infektion anderer Ätiologie, andere internistische chronische Erkrankung, Äthyl-/Drogenabusus) (A).

    In den Therapieempfehlungen findet sich, dass, falls der Wunsch des Patienten intensiv genug ist, eine Therapie mit den geeigneten Antibiotika durchgeführt werden kann, jedoch darauf hingewiesen werden sollte, dass ihre Wirksamkeit schlecht bewiesen ist (mangelnde Evidenz), sowie weiterhin der allgemein entzündungshemmende Effekt einer Antibiotika- Behandlung für einen Therapieeffekt gehalten werden kann.

    Von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie wird in ihren Leitlinien von genau den "Therapien" abgeraten, die in dem zitierten Forum intensiv beworben werden dürfen:

    Für eine Behandlung der Lyme-Borreliose mit Colestyramin ergibt sich weder eine wissenschaftliche Rationale noch ergeben sich hierzu Argumente aus kontrollierten Studien. Eine solche Behandlung wird nicht empfohlen (A). Weitere derzeit nicht zu empfehlende Therapien umfassen: Vancomycin, Metronidazol, Trimethoprim-Sufamethoxazol, Isoniazid, Fluconazol, Amantadin, gepulste Therapien, deutlich längere Behandlungsdauer oder deutlich höhere Dosierungen als die hier empfohlenen (A).

    Zu finden hier:

    Auf diese schulmedizinsche Sichtweise wurde in dem zitierten Forum verwiesen. Jedoch bestand vor allem seitens der zitierten Person Unwillen, sich mit sachlichen Argumenten auseinanderzusetzen.
    Jedoch kann man nicht genug warnen, wie der oben zitierte TV-Beitrag mit seinen Extrembeispielen wieder mal unterstrich.

    Auf taube Ohren trifft natürlich, wer in der zitierten Unterhaltung auf allergologische Argumente verweist, solche Gedankengänge wie z.B. in Sachen Borreliose hier, weit unten auf der Seite:

    **** Borreliose ist „nur eine Auswirkung“ von NMU`s -> ein anderer bekommt EBV, der nächste Zytomegalie, Clamydien u.s.w. Diese Erreger können m.E. erst dann (an-)greifen, wenn das Immunsystem durch UV`s „schwächelt – abgelenkt“ ist – man trifft sie bei NMU`lern sehr, sehr häufig!

    Die Argumentation trifft u.E. zu, scheint auch für Escherichia coli zu gelten.

    Was kann man schon machen, wenn die einen verkaufen wollen (Argumente, Diagnostik, Therapien, in summa: Krankheit) und die anderen krank sein wollen.
    Gegen festsitzende Überzeugen kämpfen Götter selbst vergebens.
    Die folgenden Sätze sind schon fast überholt von den obigen.

    Vielleicht sollte man sich auch einmal generell fragen, warum Borreliose derzeit in den Medien so hohe Wellen schlägt, und in den einschlägigen Foren einen derartig bunten Strauß an Alternativ-Medizin zur Folge hat.
    Vielleicht liegt es ja dran, dass die Schweizerische Ixodes AG ein Gel in der Pipeline hat, das nach positivem Ausgang der klinischen Phase III-Studie im nächsten Jahr auf den Markt kommen könnte:

    Zu finden hier:

    Die gehäuften Borreliose-Infos in den Medien können als das vorbereitende Marketing gesehen werden.

    Und haben auf Seiten der Patienten, die klassischerweise in Foren und Selbsthilfegruppen bearbeitet werden, und auf Seiten der folgerichtig von Patientenwünschen belagerten Ärzte die völlig beabsichtigten Folgen:

    Unspezifische chronische Krankheitssymptome in Verbindung mit einer tatsächlich oder vermeintlich positiven Borrelien-Serologie veranlassen noch immer viele Kollegen dazu, ihre Patienten oder Patientinnen mit einem antibiotischen Marathonverlauf zu beglücken.

    Zu finden hier:

    Man nennt das Disease Mongering.

    Was daran beleidigend sein soll, potentiellen Patienten diese Zusammenhänge in Erinnerung zu rufen, entzieht sich normalem Verständnis.

    Die empörten Aufschreie lassen jedoch vermuten: Die Beteiligten springen gerne auf den Zug auf, die einen, weil sie dran verdienen, in Form von bezahlten Publikationen und bezahlten Untersuchungen - die anderen, weil so eine Krankheit natürlich bequemer ist, als sich eigenständig Gedanken um Unverträglichkeiten zu machen und entsprechend zu handeln.

    Hier tun sich unvermutete Allianzen auf: In Sachen Blasenbeschwerden haben u.E. die zahlreichen Heilpraktiker Recht, die immer auf ein Blasenbeschwerden und -Infektionen zugrundeliegendes Allergie- oder Unverträglichkeits-Geschehen hinweisen.

    Ich persönlich denke auch, dass es besser so ist, da ansonsten Blasenerkrankte nicht mehr nach der Ursache suchen und denken, dass sie wohlmöglich einige Lebensmittel nicht vertragen und verlieren die Übersicht!

    Dies könnte von einem Arzt diktiert sein, oder zumindest eng gecoacht. Wird nicht dort fast immer so argumentiert, die Ernährung spiele keinerlei Rolle? Und die "wahren Ursachen" lägen ganz sicher nicht in dem Bereich?

    Da weiß jeder Betroffene, der bis hier las und den Gedankengang nachvollziehen wollte, Bescheid.


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    Kann man uneingeschränkt zu Selbstbehandlung von Blasenbeschwerden mit Meerrettich raten?

    Was durchaus dafür spricht:

    Es ist ein Mittel auf dem Markt, das auf die Wirkung der Senföle in Meerrettich und Brunnenkresse setzt:

    Inhaltsstoffe von Angocin Anti-Infekt N Filmtabletten:
    1 Filmtablette enthält:
    Arzneilich wirksamer Bestandteil:
    200 mg Kapuzinerkressenkraut, 80 mg Meerrettichwurzel
    Sonstige Bestandteile:
    Cellulose, Eisenoxide und -hydroxide E 172, Hypromellose, Kartoffelstärke, Macrogol, Natriumcarboxymethylstärke, hochdisperses Siliciumdioxid, Stearinsäure, Talkum, Titandioxid E 171.

    Nur nebenher: Der Beistoff Macrogol gilt als allergen.

    siehe Calcium-Tablette mit Macrogol!

    Nehmen wir der Einfachheit halber an, es seien 280 mg Meerrettich in einer Tbl. Angocin.

    Standarddosis 3x tgl. 4 Tabletten.
    Bis zur Höchstdosis 5x tgl. 5 Tbl. , d.h. 12 - 25 Tabl. tgl., oder 12 - 25 mal 280 mg Meerrettich.

    Das sind 3,3 bis 7 g Meerrettich.

    Es ist zu empfehlen, sich mit diesen Mengen, höchstens 10g, zu begnügen. Der Angocin-Hersteller musste die Ungefährlichkeit für die Zulassung nachweisen.
    Man beschränkt sich tunlichst auf ein Zehntel bis zu einem Drittel von der in dem genannten Forum empfohlenen Menge von 30g.

    Hier findet sich folgende interessante Empfehlung neben anderen guten Informationen:

    Die Senföle werden fast kommplett über den Dünndarm aufgenommen und werden dann über die Harnwege ausgeschieden. Deswegen ist Meerrettich für die Behandlung einer Blasenentzündung und Nierenbeckenentzündung geeignet. Dafür genügen 15-20 Gramm Meerrettich.
    Ebenfalls wirkt sich der Genuss von Meerrettich auf die Atemwege aus.
    Meerrettich wirkt bei Bronchialkatarrh, bei Verdauungsschwäche und rheumatischen Beschwerden.
    Meerrettich regt wie viele scharfe Gewürze den Appetit an, fördert den Kreislauf und wirkt blutdrucksenkend.
    Meerrettich ist entzündungshemmend und hautreizend. Deswegen wird er in der Naturmedizin auch als Wundumschlag verwendet. Man hat Meerrettich schon gegen Sommersprossen und Leberflecken empfohlen, eine Wirkung ist jedoch nicht belegt.

    Es sei darauf hingewiesen, dass Senf(öle) und auch Meerrettich nicht bekömmlich sein MÜSSEN:

    Senföle aus allergologischer Sicht

    Weiterhin wird in dem zitierten Forum zu dem alten Hausmittel Knoblauch geraten. Muss man auch nicht vertragen. Die Flatulenz, die viele erleben, ist da wohl ein Indiz.

    Knoblauch aus allergologischer Sicht

    Hat man den Eindruck, man verträgt Meerrettich, dann könnte man ihn so einsetzen:

    Die Tagesmenge von 10g in drei bis vier kleine Portiönchen verteilt und gerieben auf Tomate oder Gurke, in eine Salatsauce gerieben, schmeckt gut zu Fisch.

    Oder in Tee, nicht kochend überbrüht. Man könnte ihn in Zinnkrauttee oder Brennnesseltee tun. Oder in eine schwache salzige Brühe. Das nur, weil er vielleicht nicht so mit Früchtetees harmoniert. ;-)

    Wir veröffentlichen gerne Ihre Rezepte, wenn Sie uns diese zuschicken!

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    Die "gesunden" Milchsäurebakterien?>

    Leider gehören manche althergebrachten Hausmittel in die Rubrik "Nicht empfehlenswert"

    Manche schwören auf Kefir, der den Darm mit den "gesunden Milchsäurebakterien" versorgen soll.

    Der (Kefir)- Pilz "lebt und pflanzt sich in Milch fort, dabei entsteht der Milchkefir, zu dessen Inhaltsstoffen... , Milchsäurebakterien, Hefepilze" und Alkohol gehören."

    Kefir ein natürliches Heilmittel

    Zynisch könnte man sagen: Der Alkohol klingt noch vergleichsweise am gesündesten. Warum Milchsäurebakterien im Darm so gesund sein sollen, erschließt sich nicht.

    "Der Darm gestillter Kinder wird nach den ersten Wochen hauptsächlich von den milchsäureproduzierenden Bakterien (Bifidobakterien und Laktobazillen) bevölkert. Die von ihnen produzierte Milchsäure führt zu einer Ansäuerung des Darmmilieus, die es pathogenen Bakterien erschwert, sich dort anzusiedeln. Im Gegensatz dazu wird bei Flaschenkindern eine erwachsenenähnliche Mikroflora nachgewiesen.
    Die Darmflora von erwachsenen Menschen zeichnet sich durch eine Vielzahl von verschiedenen Bakteriengattungen aus. ...Bei Menschen mittleren Alters werden im Dickdarm fast ausschließlich obligate Anaerobier (Bacteroides, Bifidobacterium, Eubacterium, Clostridium, Fusobacterium, Ruminococcus, Roseburia) gefunden, während sich die Dünndarmmikroflora hauptsächlich aus fakultativ anaeroben Bakterien wie beispielsweise Enterococcus- und Lactobacillus-Arten zusammensetzt. "

    Darmflora

    Bei Erwachsenen kommen die Bifidobakterien zwar vor, aber lediglich unter anderem. Warum man bei einem erwachsenen Menschen versuchen sollte, eine Säuglings-Mikroflora zu erzwingen, erschließt sich kritischer Vernunft nicht.

    Die Idee, dass Milchsäurebakterien im Darm der Gesundheit förderlich seien, geht zurück auf Metschnikoff, den Begründer des probiotischen Gedankens

    Im Namen der Probiotik bzw. Symbioselenkung agieren ganze Industrien, da es

    kaum ein Beschwerdebild [gibt], für das eine Mikrobiologische Therapie nicht in Frage kommt. Wissenschaftlich akzeptable Veröffentlichungen finden sich jedoch selten

    Symbioselenkung

    "Anhänger der Symbioselenkung gehen davon aus, dass die Darmflora das Zentrum der menschlichen Immunabwehr ist; diese Ansicht wird von der Wissenschaftsmedizin nicht geteilt."

    Symbioselenkung

    Es gibt keine Belege dafür, dass die Zusammensetzung der Darmflora eine wesentliche Rolle im Zusammenhang mit Allergien spielt.

    Symbioselenkung

    So ist folgendes aus der Sicht einer wissenschaftlichen Medizin lediglich unfundierte Folklore:

    "Der Gebrauch von Kefir kann ein ausgezeichneter Begleiter für das Immunsystem sein. Auch kann er das Problem von chronischer Müdigkeit, Schlafstörungen und Nervosität lösen. Dem Kefir werden viele Heilwirkungen nachgesagt, so bei Allergien, .... hat eine antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkung..."

    Kefir ein natürliches Heilmittel

    In dem Wikipedia-Artikel zum Thema Kefir findet sich kein Hinweis darauf, dass Kefir gut bei Allergien sein.

    Die russische Volksmedizin sieht in ihm einen "ausgezeichneten Begleiter für das Immunsystem", na ja, wenn man unter "Begleiter" nichts Spezifisches, vor allem nichts Positives versteht, dann mag das hinkommen. ;-) Das ausgerechnet Kefir sich positiv auf "Müdigkeit, Schlafstörungen und Nervosität" auswirkt, darf stark bezweifelt werden; ganz im Gegenteil, das Meiden von Kasein und Gluten dürfte positive Auswirkungen haben.

    Zu den Auswirkungen von Kasein und Gluten auf das Hirn, also Schlafverhalten und Nervosität, hier ein guter Artikel von Kalle Reichelt, MD:
    Die Gehirn-Darm-Achse bei neurologischen und psychiatrischen Störungen

    Kefir führt, da er vergorene Milch ist, sämtliche Bestandteile der Milch zu, also Molke und Molkenproteine, Kasein und die Hormone, die die Milch belasten. Lediglich die Laktose wurde laut den Befürwortern von Kefir vergoren, das darf vielleicht als Vorteil gelten, dass sie entfällt.
    Ansonsten ist nicht nur die "Heilwirkung" bei Allergien völlig unfundiert (Allergene können nur gemieden werden); es ist auch für einen Allergiker oder Pseudoallergiker nicht empfehlenswert, sich von den Bestandteile der Milch eine positive Wirkung zu versprechen. Dies gilt auch für Personen mit einer nachgewiesenen Laktoseintoleranz, diese haben meist auch eine Unverträglichkeit von Kaseinen und Molkenproteinen.

    "Wenn der Kefir ungewohnt ist, dann wird in den ersten Tagen der Kefiraufnahme die Aktivität des Magens heftig erhöht, es tritt verstärkte Gasbildung im Darm auf und flüssiger Stuhl ist möglich. Bei Vorhandensein von Erkrankungen der Leber und Nieren können unangenehme Empfindungen im Gebiet der kranken Organe auftreten. Allerdings werden diese Erscheinungen als normal angesehen und die Einnahme des Kefirs soll nicht unterbrochen werden. Nach 10 bis 12 Tagen hört die stürmische Reaktion des Organismus auf und es tritt die Verbesserung des allgemeinen Zustandes ein."

    Kefir

    Bei Personen, die keine Milch vertragen, dürften diese Reaktionen besonders heftig sein. Wenn sie abklingen, dann hat sich der Körper mit dem Unbekömmlichen arrangiert, er gibt auf, sich zu wehren - und die Reaktionen auf das Unbekömmliche verschieben sich wahrscheinlich auf eine andere Ebene.
    Gerade für Personen, die an chronischen oder chronisch rezidivierenden Blasenentzündungen leiden, die in vielen Fällen einen allergischen oder pseudo-allergischen Hintergrund haben dürften, wäre von solchen Attacken auf das Immunsystem abzuraten.

    Mit dem Folgenden wird es echt lustig:

    "reinigt den Organismus vollständig von Schlacken, führt schädliche Stoffwechselprodukte, Cholesterin...heraus"

    Kefir ein natürliches Heilmittel

    Die "Schlacken" hat noch niemand gesehen; und ist Cholesterin ein schädliches Stoffwechselprodukt, oder nicht der Stoff, aus dem unser Hirn zu einem großen Teil besteht?

    Welche Auswirkungen haben traditionelle "Heilmittel" wie Kefir, wenn die Bakterien schon nicht lebend im Darm ankommen (wg. Magensäure), sich dort nicht halten können, und sie auf Allergien keine heilende Wirkung entfalten?
    vgl. dazu: Symbioselenkung

    Sie führen dem Körper große Histaminmengen zu, denn Histamin ist bei Lebensmitteln ein Produkt bakterieller Gärung. Es spricht einiges dafür, dass Histamin, aus Mastzellen freigesetzt, viele allergische Reaktionen triggert.

    Zum Histamin und seiner Bedeutung für Blasenentzündungen hier Weiteres.

    Berichte über die Bekömmlichkeit von histaminreichen Zubereitungen wie Kefir kann man

    hier

    finden und

    hier.

    Der Einsatz von Milchsäure-Produkten hat es in Form von probiotischen Behandlungen natürlich auch schon in schulmedizinische Behandlungen geschafft. Z.B. in Form von Vaginalzäpfchen mit lebenden Milchsäure-Bakterien.
    Wenn das helfen würde, dann würden nicht so viele Frauen immer wieder mit diesem Problem Rat suchen.
    Woran könnte es liegen?
    Vielleicht sind die Betroffenen Milchallergiker? Vielleicht konfrontieren die Zäpfchen sie mit Milchbestandteilen?
    Vielleicht liegt es anderen Bestandteilen dieser Zubereitungen, die nicht vertragen werden?


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    Ketzerische Kommentare

    Der allerketzerischste Kommentar zur Homöopathie, den ich je sah, ist dieser:





    Warum nur wird überall in den einschlägigen Foren die Homöopathie gelobt, so wie auch hier:

    http://www.med1.de/Forum/Blasenentzuendung/303091/

    Und das obwohl diese als Quacksalberei gebranntmarkt wird von denen, die sich "strengster Wissenschaftlichkeit" verpflichtet fühlen und unter diesem Wert-Siegel Aufklärung der Öffentlichkeit betreiben?

    so wie hier:

    Homeopathy: The Ultimate Fake

    Stephen Barrett, M.D.

    Simply put: Most homeopathic research is worthless, and no homeopathic product has been proven effective for any therapeutic purpose. The National Council Against Health Fraud has warned that "the sectarian nature of homeopathy raises serious questions about the trustworthiness of homeopathic researchers." [6]....
    Proponents trumpet the few "positive" studies as proof that "homeopathy works." Even if their results can be consistently reproduced (which seems unlikely), the most that the study of a single remedy for a single disease could prove is that the remedy is effective against that disease. ....
    Placebo effects can be powerful, of course, but the potential benefit of relieving symptoms with placebos should be weighed against the harm that can result from relying upon—and wasting money on—ineffective products. Spontaneous remission is also a factor in homeopathy's popularity. I believe that most people who credit a homeopathic product for their recovery would have fared equally well without it......
    Homeopaths are working hard to have their services covered under national health insurance. They claim to provide care that is safer, gentler, "natural," and less expensive than conventional care—and more concerned with prevention. However, homeopathic treatments prevent nothing, and many homeopathic leaders preach against immunization. .....

    http://www.quackwatch.org/01QuackeryRelatedTopics/homeo.html

    Und vielleicht ist das nunmehr von der Schulmedizin anerkannte Rationale ja folgendes: Homöopathie bewirkt nicht viel (nutzt nicht und schadet auch nicht), der Patient kommt ziemlich sicher wieder. Und:

    Der Patient, der der Überzeugung ist, die homöopathischen Mittel seien hilfreich für ihn, hat damit seine starke Beeinflussbarkeit durch den Placebo-Effekt demonstriert.

    Ein sehr wertvolles Wissen für den Arzt.

    Vorhergehende Kommentare:

    Selbstschädigendes Verhalten: Amytryptilin-"Sucht"

    Der Focus meldete kürzlich, Antibiotika-Resistenzen nähmen alarmierend zu.

    TV-Kritik zur WDR-Sendung „Servicezeit: Gesundheit“ 15. Januar 2007, „Cystitis – die chronische Blasenentzündung“

    Dr. med Axel Bolland zu Folgekrankheiten der Glutenintoleranz

    Urologenverband: Vor allem Übergewichtige haben Probleme mit ihrer Blase

    Selbstschädigendes Verhalten

    Aus hier nicht relevantem Grunde beschäftigte ich mich kürzlich mit dem "Münchhausen"-Sydrom.

    Hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Munchausen_syndrome

    fand ich dazu folgende Info, die mich laut lachen machte:

    An episode of ABC-TV's Grey's Anatomy first airing October 16, 2005, features a patient diagnosed with Munchausen syndrome. She is portrayed taking Amitriptyline, an antidepressant that turned her urine blue.

    Ist es nicht ironisch, dass in der IC-Gemeinde ausgerechnet Amitryptilin, das wohlgemerkt keinerlei causative Wirkung für Harnblasenstörungen haben kann, sondern lediglich psychisch (gegenüber der Krankheit / ihrer Behandlung? ) abstumpfende, dass von diesen Personen ausgerechnet Amitryptilin favorisiert wird?

    Oder vielleicht auch andersherum: Es wird ihnen verschrieben, weil ihnen die Verschreibenden eine Art Münchhausen-Syndrom unterstellen / attestieren. Ich tendiere zu letzterem. Und diese ärztliche Einstellung hätte was.

    Hakushi

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    Antibiotika-Resistenzen

    Kürzlich meldete der Focus:

    Was Forscher bereits seit Längerem vermuteten, ist nun bewiesen: Antibiotika machen gefährliche Bakterien widerstandsfähig gegen diese Medikamente.
    Belgische Wissenschaftler haben den Beweis erbracht, dass Medikamente, die Bakterien vernichten sollen, diese sehr schnell widerstandsfähig gegen ihre Bekämpfer machen. Diese Resistenzen führen zu massiven Behandlungsproblemen, weil einige Antibiotika ihre Wirksamkeit gegen bestimmte Erreger komplett verloren haben. Im Medizinjournal „The Lancet“ fordern die Mediziner aus Antwerpen ihre Kollegen daher auf, sehr genau zu überlegen, wie oft und in welchen Fällen sie Antibiotika einsetzen. Mehr lesen...

    Und da werden in der IC-Gemeinde Ratschläge erteilt wie: Präparate mit Arbutin (aus Bärentraubenblättern) zu nehmen, sei unverantwortlich. Stattdessen wird die Dauereinnahme von Nitrofurantoin propagiert, zugegebenermaßen ein altes Antibiotikum, aber nichtsdestotrotz ein Antibiotikum.

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    TV-Kritik zur WDR-Sendung „Servicezeit: Gesundheit“ 15. Januar 2007, „Cystitis – die chronische Blasenentzündung“

    Der Aufmacher dieser Sendung waren zwei Frauen beim Shopping. Wir erfuhren, dass das Shopping ernsthaft gestört werden kann durch die Schwierigkeiten bei der Toilettensuche und die Notwendigkeit, sie häufiger aufzusuchen. Dort dann bereitet die Verrichtung Schwierigkeiten. Aber ärztliche Abhilfe ist zu haben: Mittels eines Ballons zeigte ein Urologe in Köln (Haben wir nicht gesetzliche Regelungen, die dieser Berufsgruppe die Werbung untersagen?) dass die Blase gedehnt werden könne, um die Frequenz der Toilettengänge zu senken.

    Ja super, denkt sich da der Arbeitgeberverband, wäre nicht eine geeignete flankierende Maßnahme zur Abschaffung der Steinkühlerpause die Blasendehnung für alle Arbeitnehmer? Und der Arbeitgeberpräsident kalkuliert bereits, welches Blasenvolumen angestrebt werden müsste, damit der Arbeitnehmer aufschwungsförderlich die Entleerung dieses Organs bis zum Feierabend hinauszuschieben schafft. Wäre das nicht ein Betätigungsfeld für Urologen?

    Im IC-Forum, das im Beitrag dezent im Blickfeld war, goutierte man diese WDR-Sendung nicht. Kennt man die Personen, die sich dort der Propaganda für diese „verkannte“ „Krankheit“ widmen, und kalkuliert mit ein die absolute Verbissenheit, die sie ausstrahlen, so ist nachzuvollziehen, dass der Autor dieses Berichts sich innerlich distanzierte und die Berichtswünsche nicht 1:1 umsetzte. Damit hat der WDR wieder einmal hohe journalistische Qualität gezeigt und seinen öffentlichen Auftrag vorbildlich erfüllt, indem er sich weigerte, zu einem Propaganda-Sprachrohr zu werden.

    Ebenfalls aufgefallen ist ein sehr dezentes Artikel-Placement. Das im trauten Familienkreise verzehrte Mahl erinnerte in der Farb- und Materialkomposition auf dem Teller stark an ein Convenience Gericht, das Nudeln und die zugehörige Tomatensauce in einer Packung vereint. Ich sagte bewusst nicht Product-Placement, davon hatten diese Nahrungsaufnahme-Bilder nichts. Eher schon waren sie ein Vorführen von Ernährungsgewohnheiten um sie in Beziehung zu Krankheiten zu setzen. Insgesamt eine grundsolide journalistische Arbeit, die Lob verdient. Sehr ordentlich, setzen!

    In was für einer Welt leben wir, wenn Shopping eine bevorzugte Beschäftigung ist, aber auf den Tisch minderwertige Nahrung kommt, und man sich dann gegen die Folgen behandeln lassen muss? In einer, in der vor allem das letztere eine gewaltige Industrie ernährt, deren Propaganda sich im Umfang jährlich zu verdoppeln scheint, und die zugleich immer perfider wird. Aber das ist ein anderes Thema.

    Cayenne

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    Urologenverband: Vor allem Übergewichtige haben Probleme mit ihrerBlase

    Eine neue PR-Anstrengung mit einem Urologenportal, vor allem zur Therapeutensuche natürlich, ist zu beobachten, aber dort steht für heut doch mal was Vernünftiges ( ich glaub’ allerdings kaum, dass das so weitergeht ):

    Vor allem Übergewichtige haben Probleme mit ihrer Blase

    Warum wohl haben vor allem Übergewichtige Probleme mit der Blasenfunktion? Vermutlich aufgrund zu saurem Urin wegen zu ungesunder Ernährung und allgemeiner Übersäuerung. Und natürlich wegen zu wenig Gemüse und damit Kalium. Ich könnte wetten, dass vor allem die in diese Kategorie gehören, die um das der Blase abträgliche Kalium zu meiden (Wer’s glaubt, ist selber schuld.), vor allem Nudeln und allgemein Kohlehydrate essen dürften.

    Und dann ist da noch das Problem der Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Meidet man die Hauptübeltäter Weizen bzw. sogar jegliches Getreide und jegliche Milchprodukte, dann ißt man, so man nicht auf Riiiieeesensteaks oder so zurückgreift (das allerdings gäbe seeehr sauren Urin, aua ), automatisch sehr viel mehr Gemüse. Das läßt die Pfunde purzeln wie nix und optimiert noch alle Blasenfunktionen. Ausprobieren……….

    Hakushi

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  • 

    Nach Drucklegung des Buches hinzugekommene Informationen:

    Nicht empfehlenswerte Strategien zur Behandlung von Problemen der Harnblase

    Was man versuchen könnte, und was Mut macht.

    Lactose, einmal anders gesehen

    neue Rubrik: FAQs, die häufigsten Fragen

    Neues aus der Forschung

    Zuschriften an den Verlag

    Harnröhrenschmerzen

    Männerproblem, behebbar durch Basenpulver

    Was "wuselt" denn da?

    Und die,"die schon durch alle AB's durch sind."?

    Hilft Pentosanpolyphosphat?

    Drangsymptomatik und Schmerzen nach Milchprodukten

    Spätfolgen von Antibiotika

    Zu Blasenerkrankungen und verbreiteten Medikamenten:
    Amitryptilin nicht bei Histaminüberempfindlichkeit

    Ursachen von Harnwegsproblemen heute:
    Beschädigung des GAG-Layers

    Begleiterkrankungen von chronischen Harnwegsinfekten, bzw. der Interstitiellen Cystitis

    IC und die Kaliumfrage, meine Einschätzung vieler Basenpulver



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