Histaminüberempfindlichkeit und Amitryptilin

Wenn Sie an einer Histaminüberempfindlichkeit leiden, dann sollten Sie von der Einnahme von Amitryptilin absehen, denn es blockiert die DAO, Diaminoxidase, das Enzym, das für den Abbau von Histamin sorgt.

Es gibt Lebensmittel, die für die Blockade dieses Enzyms verantwortlich sind:

Kakao, schwarzer /grüner Tee, Mate Tee und „Energy Drinks“ : hier blockiert der Bestandteil Theobromin die DAO.

und Medikamente:

dazu gehören die Schmerzmittel: Acetylsalicylsäure: Aspirin, Aspro, Ass, Thomapyrin (Analgetikum)

die Antidepressiva: [b]Amitrptylin: Amineurin, Amitriptylin, Limbritol, Tryptizol, Saroten,(Antidepressivum)[/b]

die Antibiotika: Clavulansäure: Augmentin, Amoclav, Amoxillin C, Amoxidura (Antibiotikum)

Antirheumatika, Antiarrhythmika und Calciumantagonisten.

Gefunden in einer hervorragenden Zusammenfassung zur Thematik hier:

http://www.lebensmittelallergie.info/thread.php?threadid=502&sid=



Amitryptilin, ein trizyklisches Antidepressivum

Amitrytilin wird übrigens sogar gegen Borreliose verschrieben, siehe hier: http://www.borrelioseblog.de/index.php?/archives/211-22.10.2006-Mein-taegl.Befinden.html

Hier ist ein fast schon klassische Beschreibung dessen, was die Dauermedikationen bei Blasenleidenden so anrichten:

"Ich hab immer das Gefühl ich müsste Wasserlassen, auch wenn ich gerade auf Toilette war und manchmal spüre ich ein leichtes Brennen in der Harnröhre... Weiter kommt hinzu, dass ich auch wenn ich total dringend auf Klo muss, den Urin richtig rauspressen muss, damit die ganze Menge rauskommt... Es kommt mir vor, als ob meine Blase keine Kraft mehr hätte... "Bloodycryingangel

"ich würde mal das antidepressivum (amitryptilin??) versuchen, aber erst mit sehr niedriger dossierung anfangen und dann langsam nach bedarf erhöhen." Empfehlung von Rachel

"Es ist halt nur der Harndrang so massiv, als wäre die Blase total überfüllt, das tut halt dann auch richtig weh. Das kennt man ja, wenn man ganz dringend zur Toilette muss und grad keine da ist und man muss den Harn noch halten. Und eben diesen Zustand habe ich oft durchgehend, egal ob ich grad auf der Toilette war oder nicht. Ging oft zwei/drei Tage (und Nächte)." von Helga45

"das amitryptilin ist ein trizyklisches antidepressivum, das sich positiv auf den harndrang auswirken soll." Rachel

hier zu finden: http://www.med1.de/Forum/Blasenentzuendung/288981/4/

Was Helga schildert, klingt sehr nach den Nebenwirkungen von Medikamenten, die auch das von Rachel empfohlene Amitryptilin nach sich ziehen wird. Vielleicht wird der von Helga beklagte Harndrang abnehmen, aber dafür könnte sie Probleme bekommen, ihre Blase zu entleeren.

General side effects of depression medication

Some of the various side effects from the different antidepressants are:

  • Dry mouth
  • Urinary retention
  • Blurred vision
  • Constipation
  • Sedation (can interfere with driving or operating machinery)
  • Sleep disruption
  • Weight gain
  • Headache
  • Nausea
  • Gastrointestinal disturbance/diarrhea
  • Abdominal pain
  • Inability to achieve an erection
  • Inability to achieve an orgasm (men and women)
  • Loss of libido
  • Agitation
  • Anxiety

See below for the side effects of specific antidepressant types.

Side effects of TCAs (tricyclic antidepressants)

Fairly common side effects include dry mouth, blurred vision, drowsiness, dizziness, and tremors sexual problems, blurred vision, dizziness, drowsiness, skin rash, and weight gain or loss.

Quelle:http://www.clinical-depression.co.uk/Treating_Depression/side_effects.htm

Wunderbar, diese Nebenwirkungen sorgen bestens für neue Arztbesuche, z.B.:

  • urinary retention, die Unfähigkeit, die Blase zu entleeren, beschäftigt trefflich den Urologen
  • sleep disruption, dito, denn wenn man nachts wach wird, was tut man? Genau. Und da trifft es sich dann gut, dass der Urologe nach den Gründen für häufiges Urinieren forschen kann.
  • weight gain, schafft selbst wieder neue Probleme.
    Zum möglichen Ausmaß siehe hier:
    http://www.depri.ch/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&p=329478

Siehe zum Thema auch mein leider geschlossenes Forum. Hier besonders Ullis Informationen zum Thema Histamin und Amytryptilin:

http://www.counterhit.de/board/topic-109896-12514-54243-1.html?forum_name=Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten&SPID=0ef55d5cb2dcbb67758bb0f51889b897

Siehe zum Thema Antidepressiva auch das Deutsche Ärzteblatt:

FDA: Neue Daten zum Suizidrisiko von Antidepressiva, Mittwoch, 6. Dezember 2006

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?p=antidepressiva&src=suche&id=26674

Antidepressiva: Suizidwarnung für unter 24-Jährige gefordert, Donnerstag, 14. Dezember 2006

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?p=antidepressiva&src=suche&id=26783

Übrigens, die erste Beschreibung der Beschwerden von bloodycryingangel ganz oben kann man auch mit Kaliummangel erklären.

Vgl. dazu hier: http://www.sueddeutsche.de/app/gesundheit/krankheitslexikon/?action=artikel&aid=14773


Methionin

Ist eine "essentielle" Aminosäure (d.h. eine, die der Körper nicht selbst bilden kann). Sie wird noch immer gerne zur "Harnansäuerung" zur Prophylaxe von Harnwegsinfekten eingesetzt, trotz vielfacher Berichte von Betroffenen, dass das nichts bringt.

Weiterhin spricht auch gegen ihren Einsatz zu diesem Zweck, dass sie in Milchprodukten in hohen Konzentrationen vorkommt, vor allem in Käse, Quark, Joghurt und anderen Sauermilchprodukten. (M. Rollinger: Milch besser nicht, Erfurt 2004, S. 154)

Die schwefelhaltigen Aminosäuren aus diesen Milchprodukten führen überdies zu Calcium-Verlusten über den Urin, soweit das Calcium überhaupt aufgenommen wurde und nicht unverdaut über den Darm wieder ausgeschieden wird.

Zu Methionin siehe auch unten: Vorhergehende Themen: Säureausscheidung






Vorhergehende Themen

Häufig eingesetzt zur Urinansäuerung:
Methionin, eine Aminosäure

Bei ihrem Abbau im Körper (sofern sie nicht wiederverwertet wird zum Neuaufbau körpereigener Proteine) fällt Sulfat an, das über die Nieren ausgeschieden wird.

Phosphate und Sulfate benötigen für ihre Ausscheidung Kalium.

zu finden hier: http://www.gesund-durch-essen.ch/Osteoporose.html

auch interessant:

http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?goto=lastpost&t=30274

http://www.symptome.ch/vbboard/saeure-basen-haushalt/

Die Wirkung von Methionin bei Harnwegsinfekten wird von Ärzten und Urologen in letzter Zeit kritisch betrachtet, denn Bakterien und Pilze finden in saurem Milieu beste Lebens- und Vermehrungsbedingungen. Daher ist es fraglich, ob man den Urin ansäuern sollte.

zu finden hier:http://de.wikipedia.org/wiki/Methionin

Bei Nierenerkrankungen kommt es zu:

Störungen des Säure-Basen-Haushaltes. Die verminderte Ausscheidung von Protonen führt zu einer Übersäuerung des Blutes (Azidose). Die Azidose führt zu einem Verlust an Knochensubstanz.

zu finden hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Niereninsuffizienz

denn die Ausscheidung von Protonen ist nur durch die Nieren möglich. Die häufig zu findende Aussage, Säureausscheidung erfolge bereits genügend durch die Lunge, ist falsch. Man unterscheidet fixe und flüchtige Säuren. Nur die letzteren scheidet die Lunge aus. Die fixen muß die Niere ausscheiden.

siehe Näheres dazu hier:

http://www.uni-koeln.de/med-fak/biochemie/biomed/wisspro/corinna_bernard.html

http://mti-n.mti.uni-jena.de/~ppwww/de/lehre/pharma_pdf/%23%23Pharmazie_Niere_WS_2003_Netz.pdf

http://www.diagnostisches-centrum.de/Publikationen/Fachartikel/Fachartikel_PDF/ART_Proteinbausteine_00.pdf

Ein beständig saurer Urin-pH-Wert führt zu einer Rückresorption bereits metabolisierter Toxine im Tubulus der Niere und trägt damit - ähnlich dem enterohepatischen Kreislauf - zu einer erneuten Toxinbelastung bei.

zu finden hier:http://www.forum-maennerarzt.de/index.php?kid=&a=608





Hier wird diskutiert, ob eine Blasenentzündung durch Cortison verschlimmert werden kann:

http://www.med1.de/Forum/Blasenentzuendung/302207/

Ich denke, ja sie kann, denn Cortison verursacht unter anderem den Verlust von Kalium und Calcium durch die Nieren, während es die Retention (Zurückhalten durch die Nieren) von Natrium und infolge Wasser fördert.

Quelle:

http://thedrugfacts.com/cortison

Wenn man schon Cortison nehmen muss, dann sollte man vielleicht zur Abmilderung der Nebenwirkungen die Aufnahme von Salz einschränken, wie auf dieser Seite empfohlen, oder die aufgenommene Menge an Kalium, Magnesium und Calcium erhöhen. Aber nicht durch Nahrungsergänzungsmittel.

Übrigens wird hier:

http://www.nierenbuch.de/3_erkrankung/420_akute_pyelonephritis.htm

explizit Cortison als verursachend für eine Blasenentzündung benannt.

Und eine Rand-Information:

Dinge, die Sie in Dr. Hakushis Buch noch nicht finden, die wir noch nicht in systematisch bearbeiteter Form bieten können:

Zur genetischen Prädisposition Einzelner zur mangelhaften Abwehr gegen Escherichia coli: Vor allem die Blutgruppen A und AB, bzw. ggf. Untergruppen davon können E. coli auf ihren Schleimhäuten häufig nicht erfolgreich bekämpfen.

Diese Personen haben die Wahl zwischen lebenslanger Antibiotika-Therapie oder der traditionellen Behandlung mit Bärentraubenblätter-Präparaten.

Informationen zu diesen vom Bundesinstitut für Arzneimittel, BfArM, finden Sie hier:



Nach Drucklegung des Buches hinzugekommene Informationen:

Nicht empfehlenswerte Strategien zur Behandlung von Problemen der Harnblase

Was man versuchen könnte, und was Mut macht.

Lactose, einmal anders gesehen

neue Rubrik: FAQs, die häufigsten Fragen

Neues aus der Forschung

Zuschriften an den Verlag

Harnröhrenschmerzen

Männerproblem, behebbar durch Basenpulver

Was "wuselt" denn da?

Und die,"die schon durch alle AB's durch sind."?

Hilft Pentosanpolyphosphat?

Drangsymptomatik und Schmerzen nach Milchprodukten

Spätfolgen von Antibiotika

Zu Blasenerkrankungen und verbreiteten Medikamenten:
Amitryptilin nicht bei Histaminüberempfindlichkeit

Ursachen von Harnwegsproblemen heute:
Beschädigung des GAG-Layers

Begleiterkrankungen von chronischen Harnwegsinfekten, bzw. der Interstitiellen Cystitis

IC und die Kaliumfrage, meine Einschätzung vieler Basenpulver



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