Kalium nicht mehr der Bösewicht

Die IC-Gemeinde lernt dazu. Aber selbstverständlich würden sie nie öffentlich zugeben, wo sie's gelernt haben.

Im Ic-Forum jetzt zu finden:

hallo zusammen,
viele hier schreiben sie nehmen basica. andererseits ist darin ja auch viel kalium enthalten was wiederum nicht gut sein soll. könnt ihr mir diesen wiederspruch einmal erklären? ist es dann eventuell besser auf das pulver zu verzichten?

Die Antwort erstaunt denn doch sehr, "Kalium" ist jetzt gut verträglich, laut Sabine.

In einer Fortbildung sagte Dr.van Ophoven aus Münster das Kalium darin sei anders verfügbar oder verarbeitet (weiss nimmer genau) und sei deshalb für IC-ler gut verträglich (das kann ich bestätigen )

Man lese und staune. Kalium ist jetzt verträglich! Zu finden hier:

http://forum.ic-und-pbs-forum-ev.de/thread.php?postid=37128

Allerdings ist die Menge nur äußerst gering, daher wohl wird in diesem Forum ausgerechnet Basica empfohlen.

Zur Information die Zusammensetzung von Basica:

2 Portionen von Basica Vital (32 g)enthalten:
  • Calcium (als Calciumcitrat): 400 mg
  • Natrium (als Natriumcitrat): 250 mg
  • Kalium (als Kaliumcitrat): 250 mg
  • Magnesium (als Magnesiumcitrat): 100 mg
  • Eisen (als Eisencitrat): 5 mg
  • Zink (als Zinkgluconat): 5 mg
  • Kupfer (als Kupfercitrat): 1 mg
  • Jod (als Kaliumjodid): 100 µg
  • Molybdän (als Natriummolybdat): 80 µg
  • Chrom (als Chromchlorid): 60 µg
  • Selen (als Natriumselenit): 30 µg

Quelle: http://www.apodiscounter.de/apotheke/basica-vital-800g-p-1590.html

Wenn ich das so zusammenrechne, dann enthält die Tagesdosis Basica, 32g, insgesamt rund 1011mg, also rund 1 g Mineralien-Salze, der Rest, 31g ist Milchzucker.
Das Kaliumcitrat ist gerade mit 250mg vertreten, davon ist nur rund die Hälfte Kalium, also rund 120mg.
Diese bescheidene Menge kann man sich auch mit bereits 1/4 Banane ( 420mg auf 100g) zuführen. Der Mensch benötigt pro Tag ca. 4-5g Kalium, um so mehr, wenn er viel Kochsalz zu sich nimmt. Kochsalz, Natriumchlorid ist belastend für die Nieren und führt zu Kaliumverlusten.


Mein Rat hinsichtlich eines Basenpulvers wäre: OHNE:
  • Milchzucker
  • Fruktose oder andere Zucker
  • künstliche Aromastoffe
  • soviel Kalium und sowenig Natrium wie möglich
  • die alkalischen Mineralien Calcium, Kalium und Magnesium am besten als Citrate
Das ist leider sehr schwer zu finden, aber es gibt einige wenige, die diesen Kriterien genügen.



Es ist schon interessant mit dem Kalium

Zur Entsäuerung, Alkalisierung ist laut Schulmedizin bestenfalls Natron, Natriumhydrogencarbonat zu empfehlen.
So wie es auch hier gemacht wird:

http://www.symptome.ch/vbboard/saeure-basen-haushalt/9802-aerzte-fuer-nahco3-infusionen-erfahrungen-damit.html

Es wird aufgeführt, was an schulmedizinischen Äußerungen so vorhanden ist, und den einen Widerspruch, auf den ich hier hinweise, wünscht man nicht weiter zu verfolgen.

Dieser Widerspruch besteht darin, dass ein schulmedizinisch ausgerichteter Autor folgendes zustimmend zitiert:

Die Anhebung des pH-Werts im Blut beeinflusst auch den Elektrolythaushalt. Kalium wird vermehrt in die Zellen aufgenommen, so dass es zu Hypokaliämie bzw. zur Verstärkung einer bestehenden Hypokaliämie kommen kann.

aber sich gleichzeitig vehement dagegen ausspricht, dass man zur Entsäuerung gleichzeitig auch die innerzellulären Kationen Kalium, Calcium und Magnesium zuführen muss, die bei einer Anhebung des pHs im Blut automatisch in die Zellen aufgenommen werden, so dass im Blut ein Mangel an ihnen entstehen kann, wie selbst Schulmediziner wissen.

So sieht man also hier in diesem Thread sozusagen die "offizielle" Sichtweise zum Thema Natrium-Kalium und Säure-Basenhaushalt, was der Durchschnittsleser mit Zeitmangel in Erinnerung behalten soll.

Aber zum Thema Natrium-Kalium-Antagonismus gibt es auch bessere Informationen, wie hier: Der Kalium-Kochsalz-Gegensatz.


Kaliumsubstitution wird im Allgemeinen nicht empfohlen. Warum nur? Ein besonders eklatanter Fall ist Dr. Max Gerson (Seite in Arbeit).



Selbst im IC-Forum wird jetzt - wenn auch zögerlich - Kaliumzitrat empfohlen, wie dort jüngst zu lesen war, ein Zitat aus dem Buch von Dr. med. Ines Ehmer, das allerdings keinerlei Erkenntnisse zu den physiologischen Grundlagen liefert.


Es gibt online auch gute Informationen zum Thema Kalium:

Dr. Hakushis Informationen zur Interstitiellen Cystitis

In Foren, die sich mit der Propagierung der IC als einer eigenen Erkrankung beschäftigen, ist vieles zu finden, das Personen, die sich am Anfang einer "Blasenentzündungs-Karriere befinden, schaden kann. So wird der Anschein erweckt, eine frühe Diagnose der IC sei wichtig und eine Heilung möglich.
mehr...

Für Patienten, die erwägen, sich der Diagnostik der IC zu unterziehen, könnten folgende Kenntnisse von Interesse sein:
mehr....

IC wird mittels der folgenden Verfahren diagnostiziert:

Kritik des Denk-Ansatzes von Parsons

Zwar versuchen die Befürworter des Kaliumchloridtests und der an ihn anknüpfenden Empfehlungen mit allen Mitteln, ihre Meinung zum Mainstream zu machen, aber es finden sich auch abweichende Meinungen:
mehr....

Zum Glück geht man inzwischen ein wenig vom Kaliumchlorid-Test ab. Aber nach wie vor findet sich in deutschen Foren, Kalium verursache Probleme in der Blase, jedoch wohl nicht mehr von fachkundiger Seite. Und wer verstehen möchte warum, findet alle Erklärungen in meinem Buch.

Zur IC-Diagnostik

Krankenhauseinweisungen erfolgen aus den verschiedensten Gründen, medizinischen wie ökonomischen.

Beide scheinen in dieser Unterhaltung aus dem ic-forum auf:

Man kann sich schwer entscheiden, welche überwiegen. Einerseits tritt das ganze Elend der IC-Diagnostik zu Tage; was schon als solche diagnostiziert wurde, kann auch durchaus wieder infrage gestellt werden.

Karl Lauterbach: "Unsere Gegner sind die Patienten". Teuer, demütigend und aus Prinzip unsozial:

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach über die Zweiklassenmedizin in Deutschland. DER SPIEGEL, 24, 2007

Spiegel Online

Kassenpatienten werden sehr oft unnötig stationär aufgenommen, weil sonst die Klinik die Leistung nicht abrechnen kann. Ein übliches Drehtürverfahren besteht darin, dass der der niedergelassene Arzt sich nicht traut, an einen niedergelassenen Fachkollegen zu überweisen, weil er Angst hat, dass dieser den Patienten abwirbt und in sein eigenes Netzwerk einspeist. "Keine Rückkehr vom Feindflug" nennen Ärzte das. Deshalb überweist er lieber ins Krankenhaus, lässt dort teuer behandeln und kann sicher sein, dass der Patient - wahrscheinlich sogar dankbar für die aufwändige Behandlung - zurückkehrt. Auch hier liegt der Fehler im System: Krankenhäuser dürfen ihre Spezialisten nicht für dauerhafte ambulante Behandlungen gesetzlich versicherter Patienten einsetzen. Davon erfährt der Patient natürlich nichts. Er glaubt, dass es nur stationär gehe, vermutet also, es habe aus medizinischer Sicht keine Alternative gegeben.

Dabei waren es bloß monetäre Gründe.



Nach Drucklegung des Buches hinzugekommene Informationen:

Nicht empfehlenswerte Strategien zur Behandlung von Problemen der Harnblase

Was man versuchen könnte, und was Mut macht.

Lactose, einmal anders gesehen

neue Rubrik: FAQs, die häufigsten Fragen

Neues aus der Forschung

Zuschriften an den Verlag

Harnröhrenschmerzen

Männerproblem, behebbar durch Basenpulver

Was "wuselt" denn da?

Und die,"die schon durch alle AB's durch sind."?

Hilft Pentosanpolyphosphat?

Drangsymptomatik und Schmerzen nach Milchprodukten

Spätfolgen von Antibiotika

Zu Blasenerkrankungen und verbreiteten Medikamenten:
Amitryptilin nicht bei Histaminüberempfindlichkeit

Ursachen von Harnwegsproblemen heute:
Beschädigung des GAG-Layers

Begleiterkrankungen von chronischen Harnwegsinfekten, bzw. der Interstitiellen Cystitis

IC und die Kaliumfrage, meine Einschätzung vieler Basenpulver



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